Der deutsche Softwareentwickler Mateo Covic hat mit seinem Spiel Paddle Paddle Paddle eine intensive Branchendebatte über die etablierten Rückgaberichtlinien der Plattform Steam ausgelöst. Wie das britische Spielemagazin Gamesradar berichtet, verzeichnete der unter dem Pseudonym Zoroarts auftretende Programmierer mehr als 55.000 Rückerstattungen für seinen kürzlich veröffentlichten Titel.Anzeige
Ungewöhnlich hohe Rückgabequote: 21 Prozent
Das entspricht einer massiven Rückgabequote von rund 21 Prozent, was in der Branche gemeinhin als ungewöhnlich hoch gilt. Bemerkenswert ist dabei der Umstand, dass die Nutzerbewertungen auf der Vertriebsplattform gleichzeitig zu 90 Prozent sehr positiv ausfallen.
Das Unternehmen Valve aus dem US-amerikanischen Bellevue, welches das dominierende Spiele-Netzwerk Steam betreibt, gewährt Kund:innen traditionell eine weitgehend bedingungslose Rückerstattung. Diese verbraucherfreundliche Regelung greift automatisch, sofern der erworbene Titel weniger als 14 Tage im Besitz ist und die tatsächliche Spielzeit die Marke von zwei Stunden nicht überschreitet.Anzeige
Genau dieses starre Zeitfenster wird nun für Entwicklerstudios, die besonders kurze Titel produzieren, zu einem offensichtlichen finanziellen Problem. Die programmierten Automatismen im Hintergrund unterscheiden bedauerlicherweise nicht zwischen einem umfangreichen Rollenspiel und einem kurzen experimentellen Titel.








