Wer von der lauten Papa-Schmid-Straße im Herzen der Altstadt über die Schwelle geht, hinein in diesen von außen unauffällig wirkenden Laden mit den übergroßen Schaufenstern, den beschleicht das Gefühl, gerade den Schritt in eine andere Welt gemacht zu haben: Ausgelegt oder zusammengerollt auf dem Boden, an den Wänden hängend, an den Seiten über Ständer gelegt, daneben und davor bauchhoch aufeinandergestapelt– überall sind Teppiche. Dunkles Rot fällt ins Auge, eingewebt in viele Muster, Motive, die Geschichten zu erzählen scheinen. Von der lauten und hektischen Großstadtwelt draußen ist hier drinnen kaum etwas wahrzunehmen. Als hätten die Teppiche den Münchner Trubel verschluckt und hier eine eigene gedämpfte Welt entstehen lassen.
Altes Kunsthandwerk: Der Mann der antiken Teppiche
Abolfazl Gharany aus München restauriert antike Teppiche aus Iran, Türkei oder Kaukasus. Er kennt Herkunft, Alter, Wert der Teppiche wie wenig andere.







