Wenn sich die deutschen Nationalspieler im September ein vorletztes Mal auf dem Adidas-Gelände in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf ein Länderspiel treffen, dürfte sich ein Blick auf den Trainingsplatz in vielerlei Hinsicht lohnen. Selbstverständlich werden die Beobachter erst mal überprüfen, in welcher Laune und Aufmachung der neue Bundestrainer Jürgen Klopp erscheint – ob er wild gestikuliert wie früher oder sich im neuen Staatsamt eher zurückhält. Ob er laut, dreckig oder überhaupt nicht lacht oder vielleicht eine auf „Deutschland“ umdekorierte Pöhler-Mütze trägt. Aber es könnte auch interessant sein, auf Sven Bender zu schauen. Wird er die Nähe zu den Spielern suchen, mit den Verteidigern das Verteidigen üben oder – um Himmels willen – vielleicht sogar mittrainieren? Erste alte Faustregel: Wenn Sven Bender auf einem Fußballplatz steht, verletzt sich jemand. Zweite alte Faustregel: Meistens ist das Sven Bender selbst.