Am Mittwoch verkünden die USA einen Atomdeal mit Saudi-Arabien. Nun will der US-Präsident, dass Riad zuerst seine Beziehungen zu Israel normalisiert.

US-Präsident Trump beim Verlassen der Air Force One am 23. Juli auf der Militärbasis in Marietta, Georgia

Julia Demaree Nikhinson/ap

dpa/taz | US-Präsident Donald Trump macht den gerade erst verkündeten Atomdeal mit Saudi-Arabien überraschend von einer Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Golfstaat und Israel abhängig. Saudi-Arabien müsse dafür den „hoch angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen“ beitreten, teilte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit diesen Abkommen hatten mehrere arabische Länder im Jahr 2020 während Trumps erster Amtszeit ihre Beziehungen zu Israel normalisiert.

Der Atomdeal mit Riad von Mittwoch sei „komplett abhängig“ von einem entsprechenden Schritt Saudi-Arabiens, teilte Trump nun mit. Die Ankündigung kam völlig unerwartet – noch am Vortag schien es zumindest laut den öffentlich bekannten Details der Atom-Vereinbarung darin keine Punkte zu geben, die solch einen Schritt von Saudi-Arabien fordern.