Deutschland hat seine letzten Atomkraftwerke bereits Mitte April 2023 abgeschaltet, darunter das AKW Emsland in Niedersachsen. In Lingen aber werden weiterhin Brennelemente für ausländische Reaktoren produziert. Künftig sollen dort auch Brennelemente für Reaktoren russischer Bauart entstehen.Nun wird bekannt, dass das niedersächsische Umweltministerium die Zusammenarbeit zwischen der Brennelementefabrik im emsländischen Lingen und dem russischen Staatskonzern Rosatom genehmigt hat. Künftig darf die Framatome-Tochter Advanced Nuclear Fuels dort mithilfe russischer Lizenzen, Technik und Maschinen Brennelemente für Reaktoren russischer Bauart herstellen.
Russische Brennstäbe in Lingen: Warum die Rosatom-Genehmigung so viel Kritik auslöst
Die Entscheidung der niedersächsischen Behörden hat in der Öffentlichkeit umgehend heftige Kritik ausgelöst. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne), dessen Ministerium das Verfahren begleitet hatte, bezeichnete die Kooperation erneut als „grundfalsch“. Umweltverbände und Bürgerinitiativen, darunter der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, befürchten ihrerseits, dass russische Technik, Software und Fachkenntnisse neue Möglichkeiten für Spionage oder Sabotage in einer sicherheitsrelevanten Anlage schaffen könnten.











