Junge Menschen mit einem Ausbildungsplatz sind laut einer Umfrage mit ihrer Lehrstelle sehr zufrieden. Neun von zehn Auszubildenden in Deutschland bewerten ihre Ausbildung als positiv, wie aus einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht. 87 Prozent würden sich noch einmal für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden. Als positiv wurden von Auszubildenden die Atmosphäre im Team sowie das Lernen von Neuem angegeben. Eine große Mehrheit bewertete ihre Aufgaben zudem als sinnvoll.In die Studie sind die Antworten von fast 1800 jungen Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren sowie die Antworten von mehr als 1300 Auszubildenden im Alter von 15 bis 25 Jahren eingeschlossen.Berufsberatung für Schulklasse:Jetzt wird es ernst, liebe 8c!Kriege und Krisen, Trump und Putin, seit Jahren steckt die Wirtschaft fest und jetzt kommt auch noch die KI und nimmt uns die Jobs weg. Was soll man jungen Leuten, die bald in den Beruf starten, da bloß raten? Ein Besuch im BIZ.Bei Schülerinnen und Schülern ist die Ausbildung die beliebteste Option für die Zeit nach der Schule, wie die Umfrage ergab. Rund ein Drittel von ihnen will den Angaben zufolge direkt nach dem Abschluss eine Ausbildung beginnen. Weitere 44 Prozent können sich diesen Weg vorstellen.Zugleich sehen viele junge Menschen Verbesserungsbedarf beim Zugang zu einem Ausbildungsplatz. Zwar gebe es aus Sicht der meisten Befragten genügend Informationen, mehr als die Hälfte finde sich darin jedoch nur schwer zurecht, erklärte die Stiftung.Junge Menschen mit niedriger Schulbildung schätzen der Umfrage nach ihre Chancen als pessimistisch ein. Fast vier von zehn Befragten in dieser Gruppe haben Zweifel, einen Ausbildungsplatz zu finden. Um die Quote von jungen Menschen ohne Abschluss zu senken und dem Fachkräftemangel zu begegnen, müsse der Einstieg in die Ausbildung so niedrigschwellig wie möglich gestaltet sein, sagte Fabian Schaffer von der Bertelsmann-Stiftung. Der Experte empfiehlt zum Beispiel, bei Bedarf längere Praktika oder eine assistierte Ausbildung anzubieten, um Jugendliche an den Beruf heranzuführen. Betriebe sollten zudem Auswahlverfahren mehr an Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten statt allein an Schulnoten ausrichten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisierte angesichts der Umfrage geplante Einsparungen des Bundes in diesem Bereich. Ausgerechnet in der beruflichen Bildung plane die Bundesregierung umfangreiche Kürzungen, die etwa die Berufsorientierung empfindlich treffen würden, sagte die stellvertretende DBG-Vorsitzende Elke Hannack. Gerade junge Menschen mit maximal einem Hauptschulabschluss benötigten „dringend mehr Unterstützung auf dem Weg in eine Ausbildung“.Im vergangenen Jahr gingen laut Berufsbildungsbericht rund 84 000 Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer aus. Das sind fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich blieben mehr als 54 000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss lag bei 21 Prozent. Bei Menschen mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung betrug sie lediglich vier Prozent.