Natürlich muss die SPD Kompromisse machen, sagt der SPD-Kampagnenstratege Frank Stauss. Nur zu viele dürfen es auch nicht sein. Gerade dann, wenn es um Koalitionen geht — oder politische Glaubwürdigkeit.

DIE ZEIT: Herr Stauss, Sie waren jahrzehntelang SPD-Kampagnenberater und hören nun auf. Warum ausgerechnet jetzt? Die wichtigsten Landtagswahlkämpfe des Jahres sind doch erst im Herbst.

Frank Stauss: Meine Entscheidung hatte weder mit dem Zustand der SPD noch mit den anstehenden Landtagswahlen zu tun. Nach über 40 Wahlkämpfen musste ich irgendwann einfach sagen: Jetzt höre ich auf.