Nach vielen Versprechen aus der Politik, dass es mit der Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung vorangehen muss, soll es nun spürbar vorangehen. Den ersten Aufschlag machte im Juni eine Kooperationsvereinbarung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Bund. Das ausgeschriebene Ziel ist mehr Tempo, der Kampf gegen Papier und Warteschlangen und ein Staat, der für Bürger und Unternehmen einfacher funktioniert.

Und nun schaltet Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit seinen Kommunen in Sachen Digitalisierung spürbar einen Gang höher. Statt getrennter Wege und unübersichtlicher Inselbezirke setzt man im Nordosten ab sofort auf einen geschlossenen, gemeinsamen Kurs.

Das Land wird offiziell Mitglied im kommunalen Zweckverband Elektronische Verwaltung (eGo-MV). Mit der Übergabe einer entsprechenden Absichtserklärung am Dienstag wurde die Basis für eine deutlich verbindlichere und zeiteffizientere Zusammenarbeit geschaffen. Ziel der Allianz auf Augenhöhe ist eine Verwaltung, die nicht nur spürbar schneller, sondern vor allem bürgernäher und wirtschaftsfreundlicher agiert.

Schluss mit digitalen Leuchttürmen

Im Kern geht es darum, die Transformation der öffentlichen Hand künftig konsequent als echte Gemeinschaftsaufgabe zu begreifen. Für Digitalisierungsminister Heiko Geue (SPD) markiert der Schritt eine fundamentale Weichenstellung für das gesamte Bundesland. „Ich will keine einsamen digitalen Leuchttürme. Mir sind gemeinsame digitale Lösungen wichtig, mit denen wir Standards schaffen, in der Verwaltung schneller werden und einen digitalen Technologiepfad zu mehr Unabhängigkeit beschreiten“, wird Geue in einer Mitteilung des Ministerium zitiert.