Stand: 23.07.2026 • 09:13 Uhr
Mit der Unterzeichnung eines Atomabkommens mit den USA hat Saudi-Arabien ein lange verfolgtes Ziel erreicht. Atomkraft ist Teil eines größeren Plans, zu dem auch strategische Überlegungen gehören.
Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr in die saudische Hauptstadt Riad reiste, wurde er mit viel Pomp empfangen. Die Saudis versprachen milliardenschwere Investitionen - Kronprinz Mohammed bin Salman und Trump überboten sich gegenseitig mit schmeichelnden Worten. Trump schwärmte von der besonderen Partnerschaft beider Länder und von der Freude, den Kronprinzen immer wieder zu sehen.
Der Besuch wurde medial als großer Erfolg gefeiert. Was damals aber etwas unterging: Zwei der wichtigsten Wünsche Saudi-Arabiens blieben unerfüllt. Der nach einer robusten Sicherheitsgarantie durch die USA und der nach Unterstützung beim Aufbau eines Atomprogramms.
Das sei strategisch für Saudi-Arabien besonders wichtig, sagte damals der saudische Politikwissenschaftler Aziz al-Ghashian: "Sollte es hier vorangehen, würde dies der saudischen Industrie einen entscheidenden Schub verleihen - genau den Schub, den sie benötigt, um die für 2030 gesteckten Ziele zu erreichen."










