PfadnavigationHomePanoramaBautzenBatteriespeicher brannte seit Dienstag – Löscharbeiten abgeschlossen, aber noch keine EntwarnungVeröffentlicht am 03.07.2026Lesedauer: 3 MinutenDie Feuerwehr arbeitet bei der Brandbekämpfung mit einer ferngesteuerten SpritzeQuelle: Domenic Prater/xcitepress/dpaIn Bautzen brannte seit Dienstag ein Batteriespeicher. Nun ist der Brand gelöscht. Viele Vorsichtsmaßnahmen gelten jedoch weiterhin.Die Löscharbeiten an einem brennenden Batteriespeicher in Bautzen sind seit dem späten Mittwochabend abgeschlossen. Am Morgen laufen letzte Aufräumarbeiten, wie ein Sprecher der Polizei erklärte. Vorsichtsmaßnahmen gelten demnach jedoch weiterhin: Die Menschen in Bautzen müssen Fenster und Türen geschlossen halten, zudem dürfen Klimaanlagen nicht laufen.Einwohner sind auch gebeten, sich nicht lange im Freien aufzuhalten. Giftige Stoffe wurden in der Luft bisher nicht festgestellt, wie es hieß. Auch die 42 Anwohner im Umkreis, die wegen des Brandes vorsorglich evakuiert worden waren, dürfen noch nicht zurück in ihre Wohnungen, so der Sprecher.Vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage am Schliebenparkplatz waren am späten Dienstagnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Anlage dient dazu, Stromschwankungen auszugleichen. Auch am Donnerstag hat die Feuerwehr die Kühlung der betroffenen Container im Stadtteil Neustadt fortgesetzt.Für ganz Bautzen galt der Aufruf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen nicht laufen zu lassen. Zudem waren Einwohner gebeten, sich nicht lange im Freien aufzuhalten. Dabei handelte es sich um Vorsichtsmaßnahmen.Lesen Sie auchDer Stromcontainer am Schliebenparkplatz, in dem sich Batterien befinden, war am späten Dienstagnachmittag aus noch ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen. Wegen der Geruchsbildung hatten Einsatzkräfte vorsorglich 42 Menschen aus der Umgebung evakuiert. Sie werden den Angaben nach in einem Hotel und einer Schule untergebracht. Die Anlage dient dazu, Stromschwankungen auszugleichen. Sie wurde vom Netz genommen. „Stromausfälle gibt es deswegen nicht“, schrieb die Stadt.Feuerwehr kühlt Speicher in Bautzen mit 5000 Litern Wasser pro MinuteEin Ende der Löscharbeiten war lange nicht absehbar. Die Feuerwehr kühlte mit bis zu 5000 Litern Löschwasser pro Minute, um die Prozesse innerhalb der Batterien zu kontrollieren. Um das Trinkwassernetz zu entlasten und die Versorgung sicherzustellen, wurde dafür laut Stadt Wasser aus der Spree entnommen.„Wir können nicht direkt an den Brandherd ran, weil das zu einer Durchzündung führen könnte, wenn extrem viel Sauerstoff in kurzer Zeit dort drankommt“, sagte Bergner. „Deswegen kühlen wir von außen die Batteriepacks, um die Brandausbreitung so gering wie möglich zu halten und die Reaktion in den Batterien so langsam wie möglich ablaufen zu lassen.“ Entwarnung konnten die Einsatzkräfte erst geben, wenn der chemische Prozess vollständig abgelaufen ist.Der Einsatz war für die Bautzener Feuerwehr eine besondere Herausforderung, da es deutschlandweit wenig Erfahrung mit Bränden in großen Energiespeichern gibt, wie Bergner erläuterte. „Wir wollen natürlich keinen Fehler riskieren und gehen deswegen relativ vorsichtig, aber mit Gewissheit voran.“ Verschiedene Fachexpertisen wurden eingefordert.Die Explosionsgefahr am Brandort war laut Bergner sehr gering. Außerhalb des Sperrkreises bestand demnach keine Gefahr. Die Container wurden unter anderem mit Drohnen überwacht. Bis zu 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort, wie es hieß.Zwei nahegelegene Kitas und zwei Horte blieben laut Angaben der Stadt auch am Donnerstag geschlossen, für die Kinder ist eine Notbetreuung eingerichtet. Anwohner aus diesem Gebiet, die etwa Medikamente aus ihren Wohnungen brauchten, wurden gebeten, sich vor Ort an die Einsatzkräfte zu wenden. Die Stadt hatte zudem eine Hotline eingerichtet, an die sie sich wenden konnten.Bautzen liegt rund 60 Kilometer von Dresden und rund 20 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Die Stadt hat etwas mehr als 37.000 Einwohner. luwi/ll/sebe mit dpa