PfadnavigationHomePanoramaBautzenBatteriespeicher brennt seit Dienstag – Feuerwehr kühlt Container mit SpreewasserStand: 17:29 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Feuerwehr arbeitet bei der Brandbekämpfung mit einer ferngesteuerten SpritzeQuelle: Domenic Prater/xcitepress/dpaIn Bautzen brennt ein Batteriespeicher. Löschen lässt sich das Feuer nicht. Die Feuerwehr kühlt den Container mit 5000 Litern Wasser pro Minute, alle Einwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten.Die Löscharbeiten am brennenden Batteriespeicher in Bautzen dauern weiter an. Auch am Donnerstag wird die Feuerwehr die Kühlung der betroffenen Container im Stadtteil Neustadt voraussichtlich fortsetzen, wie ein Sprecher der Stadt sagte.Für ganz Bautzen gilt demnach weiterhin der Aufruf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen nicht laufen zu lassen. Diese Warnung galt bereits die ganze Nacht über. Zudem sind Einwohner gebeten, sich nicht lange im Freien aufzuhalten. Dabei handelt es sich um Vorsichtsmaßnahmen.Der Stromcontainer am Schliebenparkplatz, in dem sich Batterien befinden, war am späten Dienstagnachmittag aus noch ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen. Wegen der Geruchsbildung hatten Einsatzkräfte vorsorglich 42 Menschen aus der Umgebung evakuiert. Sie werden den Angaben nach in einem Hotel und einer Schule untergebracht. Die Anlage dient dazu, Stromschwankungen auszugleichen. Sie wurde vom Netz genommen. „Stromausfälle gibt es deswegen nicht“, schrieb die Stadt.Feuerwehr kühlt Speicher in Bautzen mit 5000 Litern Wasser pro MinuteEin Ende der Löscharbeiten ist laut Sprecher nicht absehbar. Aktuell kühle die Feuerwehr mit bis zu 5.000 Litern Löschwasser pro Minute, um die Prozesse innerhalb der Batterien zu kontrollieren, sagte der stellvertretende Feuerwehrsprecher Stefan Bergner am Nachmittag. Um das Trinkwassernetz zu entlasten und die Versorgung sicherzustellen, wird dafür laut Stadt Wasser aus der Spree entnommen.„Wir können nicht direkt an den Brandherd ran, weil das zu einer Durchzündung führen könnte, wenn extrem viel Sauerstoff in kurzer Zeit dort drankommt“, sagte Bergner. „Deswegen kühlen wir von außen die Batteriepacks, um die Brandausbreitung so gering wie möglich zu halten und die Reaktion in den Batterien so langsam wie möglich ablaufen zu lassen.“ Entwarnung können die Einsatzkräfte erst geben, wenn der chemische Prozess vollständig abgelaufen ist.Lesen Sie auchDer Einsatz ist für die Bautzener Feuerwehr eine besondere Herausforderung, da es deutschlandweit wenig Erfahrung mit Bränden in großen Energiespeichern gibt, wie Bergner erläuterte. „Wir wollen natürlich keinen Fehler riskieren und gehen deswegen relativ vorsichtig, aber mit Gewissheit voran.“ Verschiedene Fachexpertisen seien bereits eingefordert.Die Explosionsgefahr am Brandort ist laut Bergner sehr gering. Außerhalb des Sperrkreises besteht demnach keine Gefahr. Die Container werden unter anderem mit Drohnen überwacht. Bis zu 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort, wie es hieß.Zwei nahegelegene Kitas und zwei Horte bleiben laut Angaben der Stadt auch am Donnerstag geschlossen, für die Kinder ist eine Notbetreuung eingerichtet. Anwohner aus diesem Gebiet, die etwa Medikamente aus ihren Wohnungen brauchen, sind gebeten, sich vor Ort an die Einsatzkräfte zu wenden. Die Stadt hat zudem eine Hotline eingerichtet, an die sie sich wenden können,Bautzen liegt rund 60 Kilometer von Dresden und rund 20 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Die Stadt hat etwas mehr als 37.000 Einwohner. luwi/ll/sebe mit dpa
Bautzen: Batteriespeicher brennt seit Dienstag – Feuerwehr kühlt Container mit Spreewasser - WELT
In Bautzen brennt ein Batteriespeicher. Löschen lässt sich das Feuer nicht. Die Feuerwehr kühlt den Container mit 5000 Litern Wasser pro Minute, alle Einwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten.










