Die Hitzewelle ab Mitte Juni hat in Frankreich nach vorläufigen Berechnungen der Gesundheitsbehörden 5764 Menschen das Leben gekostet. Im Zeitraum vom 17. Juni bis zum 2. Juli, als in Frankreich Hitzerekorde gebrochen und vielfach Temperaturen über 40 Grad erreicht wurden, habe die Sterblichkeit um 36 Prozent höher gelegen als üblich, teilten die staatlichen Gesundheitsbehörden mit Verweis auf vorläufige Daten mit.
Diese sogenannte Übersterblichkeit mache die massiven Auswirkungen der Hitzewelle deutlich, die aber nicht an die für Frankreich traumatische Hitzewelle von 2003 mit rund 15.000 Toten heranreichten.Besonders betroffen waren den Angaben nach ältere Menschen ab 75 Jahren, auf die zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle entfielen. Den stärksten Anstieg der Zahl der Todesfälle gab es mit einem Plus von 81,2 Prozent im Großraum Paris, zu den ebenfalls besonders betroffenen Landstrichen gehörte auch die an Deutschland angrenzende Region Grand-Est.
Infolge der Hitzewelle von 2003 hat Frankreich die Gesundheitsprävention bei Hitzeperioden massiv ausgebaut. Nach älteren Menschen wird besonders geschaut, insbesondere wenn sie allein zu Hause wohnen. Die Städte treffen zusätzliche Maßnahmen, etwa indem sie Räumlichkeiten zur Abkühlung für die Bevölkerung öffnen.Auch in Deutschland kam es zu einer größeren Zahl von Hitzetoten. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) kostete die Hitzephase ab Mitte Juni rund 5100 Menschen das Leben.







