Antibiotika müssen in genauen Abständen eingenommen werden, sie können den Darm schädigen und Resistenzen verursachen. Kurz gesagt: Ihr Einsatz ist nicht so leicht zu handhaben, wie man denken könnte. Forschende kommen in einer neuen Untersuchung zu dem Schluss, dass Antibiotika zur Behandlung von Krankheiten weltweit nicht optimal eingesetzt werden.

Einfache Mittel für häufige bakterielle Infektionen würden zu wenig genutzt, heißt es in der Studie im Fachjournal »The Lancet Public Health« . Andererseits erhielten gerade in ärmeren Ländern Patienten oft nicht die letzten Mittel, die bei schweren Infektionen nötig sind.Das Forschungsteam um Aislinn Cook von der City St George’s, University of London orientierte sich an den drei Kategorien, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2017 eingeführt hat:

einfache Mittel für häufige Infektionen (»Access«),speziellere mit höherem Resistenzrisiko für Antibiotikaresistenzen (»Watch«)und letzte Mittel bei schweren Infektionen durch multiresistente Erreger (»Reserve«).»Die Gewährleistung eines gerechten und angemessenen Zugangs zu wirksamen, essenziellen Antibiotika ist von zentraler Bedeutung für die Ziele für nachhaltige Entwicklung«, schreiben die Studienautoren.