In Sonneberg ist der bundesweit einzige AfD-Landrat im Amt. Seine Behörde belegte den CSD mit rechtswidrigen Auflagen – aber scheiterte damit vor Gericht.
CSD in Sonneberg 2024
Müller-Stauffenberg/imago
Das Verwaltungsgericht Meiningen hat sechs Demo-Auflagen des Landratsamts Sonneberg kassiert, weil sie unter anderem in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit eingriffen. Der Beschluss liegt der taz vor. Die Behörde des Thüringer Landkreises hatte etwa versucht, dem örtlichen Christopher Street Day (CSD) am vergangenen Samstag Kundgebungsmittel zu verbieten. Das Orga-Team der queeren Demo wehrte sich juristisch dagegen – mit Erfolg.
Laut Polizei zogen dann etwa 380 CSD-Teilnehmer:innen durch Sonneberg. Bunte Fahnen, Musik, Redebeiträge. „Genau so, wie wir uns das als gewünscht haben“, sagt Niko N., die Person, die den CSD angemeldet hat, am Mittwoch der taz. Ziel sei es gewesen, in der kleinen Stadt in Südthüringen einen sicheren Ort zu schaffen, an dem queere Menschen sichtbar sind.






