So groß die Empörung in der Ukraine über den Präsidenten war, als dieser den beliebten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entließ, so groß ist jetzt der Jubel über die Entscheidung, den Oberbefehlshaber der Streitkräfte auszutauschen. Es wirkt fast, als wollte Wolodimir Selenskij seinen falschen Beschluss aus der vergangenen Woche nachträglich korrigieren. Statt Oleksandr Syrskyj, der der alten sowjetischen Militärschule entstammt und mit Fedorow unlösbar zerstritten war, führt künftig der Fedorow-Verbündete Mychajlo Drapatyj die ukrainische Armee: ein 43-Jähriger und damit fast 20 Jahre jüngerer General, der technologische Innovationen fördert, flache Hierarchien bevorzugt und seinen Untergebenen nicht nur Befehle erteilt, sondern ihnen zuhört.
Neuer Armeechef Drapatyj: Die Entscheidung zeigt die Kraft der ukrainischen Demokratie
Als Selenskij Verteidigungsminister Fedorow entließ, war die Empörung groß. Es wirkt, als wolle er seine falsche Entscheidung nun korrigieren.











