Zunächst war es eine Drohung, jetzt ist es offiziell: Die EU-Förderung für die Kunstbiennale in Venedig wurde eingestellt. Grund ist die Teilnahme Russlands.
Demonstranten erinnern vor dem russischen Pavillon auf dem Gelände der Kunstbiennale 2026 an den russischen Angriffskrieg
Felix Hörhager/dpa
Jetzt ist es offiziell: Die EU-Kommission beendet ihre finanzielle Unterstützung für die Kunstbiennale von Venedig. Wie der Deutschlandfunk Kultur berichtet, hat die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) beschlossen, den mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss an die Fondazione La Biennale di Venezia einzustellen. Ein Kommissionssprecher begründete die Entscheidung damit, dass mit europäischen Steuergeldern finanzierte Kulturvorhaben demokratische Werte sowie offenen Dialog und Meinungsfreiheit fördern sollten, Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet würden. Die Biennale-Leitung wertete dies als „politische Entscheidung“, gegen die man vorgehen wolle.
Ausgelöst hatte den Konflikt die Ankündigung im März, dass Russland erstmals seit Kriegsbeginn wieder mit einem eigenen Beitrag in den Giardini vertreten sein würde. Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco sprach von einer „Diplomatie der Schönheit“, ein Vorstoß, der in Kyjiw scharf kritisiert wurde und selbst die italienische Regierung auf Distanz gehen ließ. Die Rückkehr Russlands wurde als „kulturelle Spezialoperation“ bezeichnet, da die designierte Leiterin des russischen Pavillons familiäre Verbindungen zur Rüstungsindustrie des Landes habe.











