Lukas Podolski blickt auf eine großartige Karriere zurück. Lange spielte er für den 1. FC Köln, machte sich in der Domstadt zur Legende. Er ging zum FC Bayern, Arsenal und Inter Mailand – wurde obendrein mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister 2014 in Brasilien. Nun hat er zum Rundumschlag ausgeholt, das Auftreten der DFB-Elf bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada scharf kritisiert. „Es übernimmt keiner Verantwortung. Man liegt hinten – und es rappelt sich keiner auf, keiner hilft dem anderen. Das ist keine Einheit bei der WM in Amerika gewesen, angefangen vom Trainer bis zur Mannschaft“, wird der 41-Jährige in der Sport Bild zitiert. Podolski hatte zwischen 2004 und 2017 insgesamt 130 Länderspiele (49 Tore) für die DFB-Elf absolviert. Inzwischen ist er von den Spielertypen im Team schockiert. „Sie werden heutzutage alle glattgebügelt. Es ist auch gar nicht mehr gewünscht, mal klare Kante zu zeigen“, erklärte der ehemalige Stürmer.
Meinung
Eine Kunstfigur als Bundestrainer: Kloppo ist schon lang nicht mehr cool
Mit Blick auf die anstehenden Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2028 ist längst klar, dass es im Verband personelle Veränderungen geben wird. Julian Nagelsmann ist nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zurückgetreten, Jürgen Klopp wird seinen Posten übernehmen. Lediglich die offizielle Verkündung durch den DFB steht noch aus, wird allerdings für Ende der Woche erwartet. Auch Podolski sieht Klopp als geeigneten Mann für die Position, warnt allerdings vor zu hohen Erwartungen. Klopp alleine könne den ganzen Verband nicht umkrempeln. „In Mainz, Dortmund und Liverpool konnte er sich die Spieler für sein System aussuchen. Das ist bei der Nationalmannschaft etwas schwieriger. Uns fehlen seit einigen Jahren auf mehreren Positionen Weltklassespieler.“









