Tennisprofis sollen künftig ihr Geschlecht per Gentest beweisen. Dabei geht es nicht um „fairen Wettbewerb“, sondern um transfeindliche Symbolpolitik.
P rofi-Tennisspielerinnen müssen in Zukunft für die Teilnahme bei Turnieren einen Gentest absolvieren, um zu beweisen, dass sie auch wirklich Frauen sind. Das bestätigte die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen Women’s Tennis Association (WTA) der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Die Entscheidung der WTA geht auf Druck der USA zurück. Internationale Sportverbände folgen so dem Trump’schen Vorbild und stürzen sich wieder einmal auf eine der vulnerabelsten Gruppen: trans Menschen.
Der Versuch, die Kategorie Frau so weit zu verengen, dass nur noch das heteronormative Idealbild übrig bleibt, ist dabei weit von der biologischen Realität und gelebter Inklusion entfernt. Bisher durften trans Frauen an WTA-Turnieren teilnehmen, wenn sie ihr Geschlecht als weiblich angegeben hatten und einen niedrigen Testosteronspiegel nachweisen konnten. Mit der Änderung der Richtlinien werden sie allerdings faktisch ausgeschlossen. Damit reiht sich der internationale Tennissport bei den Sportarten Leichtathletik und Boxen ein, die in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Regelungen verabschiedet haben.











