Die Women’s Tennis Association beugt sich dem Druck Donald Trumps und des IOC. Sie führt die umstrittenen Geschlechtstests ein.
Biologismus pur: Wer an Tennisturnieren teilnehmen will, soll vorab auf das SRY-Gen getestet werden
Marcin Golba/imago
Ab sofort müssen sich weibliche Tennisprofis einem obligatorischen Gentest unterziehen. Das hat die Women’s Tennis Association (WTA) beschlossen. Getestet wird ihre Weiblichkeit „auf der Grundlage des biologischen Geschlechts“. Die WTA beugt sich damit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), das solche Tests für Sportlerinnen im März eingeführt hat. Das IOC seinerseits beugt sich einer Anordnung des US-Präsidenten Donald Trump, der verhindern möchte, dass etwa trans Sportlerinnen oder intergeschlechtliche Personen an den Frauenwettbewerben der Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles teilnehmen.
Die Teilnahmeberechtigung für WTA-Turniere soll durch ein einmaliges Screening auf das SRY-Gen nachgewiesen werden. Dabei wird untersucht, ob das auf dem Y-Chromosom liegende Gen vorhanden ist, das für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale wichtig ist.











