Ein Waldbrand hat im Süden Frankreichs Hunderte Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen. Wie die Behörden im Département Var am Dienstagabend mitteilten, waren fast tausend Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Sie wurden von acht Löschflugzeugen unterstützt.
Die Flammen fraßen sich den Angaben zufolge mit großer Geschwindigkeit durch bewaldete Hügel in der Nähe von Cotignac, im Inland zwischen Marseille und Cannes. Innerhalb weniger Stunden seien bereits 1700 Hektar Land verbrannt. Rund 400 Menschen mussten in großer Eile ihre Häuser verlassen.»Das Feuer bewegt sich mit sehr hoher Geschwindigkeit den Berg Gros Bessillon hinab. Die Geschwindigkeit war so absolut nicht vorhersehbar«, sagte der Präfekt von Var, Simon Babre. Drei Ortschaften seien von den Flammen »bedroht«, darunter Cotignac.
Eines der Feuer hatte im Wald von Fontainebleau gewütet, der »grünen Lunge« von Paris. In der vergangenen Woche hatte sich ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zur Brandstiftung in dem Wald von südlich der Hauptstadt bekannt (mehr hier). Der Mann habe gestanden, mit einem Feuerzeug und Benzin Reisig angezündet zu haben, teilte Staatsanwältin Diane Ngomsik mit.Insgesamt seien sechs Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte die Staatsanwältin von Fontainebleau weiter. Einer von ihnen habe eingeräumt, versehentlich ein Feuer entfacht zu haben, als er eine Zigarettenkippe weggeworfen habe. Der Wald von Fontainebleau ist ein beliebtes Naherholungsziel für Pariser. Viele Menschen ignorieren jedoch die Verbote, im Wald zu zelten und zu grillen.












