Die Bahn plant ein Alkoholverbot an Bahnhöfen, um die Kriminalität zu senken. Das verlagert die Probleme nur und könnte sogar das Gegenteil bewirken.

Ein Bundespolizist auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof München

Sven Hoppe/dpa

E in Alkoholverbot an Bahnhöfen ist aus Sicht der Deutschen Bahn durchaus sinnvoll. Das zeigen die Erfahrungen an den Stationen, an denen Rauschtrinken bereits untersagt ist, etwa in Frankfurt, Hamburg oder München. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es kommt zu weniger unangenehmen Begleiterscheinungen wie Belästigungen der Fahrgäste und des Personals oder den unschönen Hinterlassenschaften der Trinker.

Aus Sicht des Unternehmens ist der Schritt also verständlich, soll die Bahn doch sicherer und sauberer werden. Das Problem mit dem öffentlichen Alkoholkonsum wird dadurch allerdings nur auf Räume verlagert, die nicht zur Bahn gehören. So schiebt Bahnchefin Evelyn Palla es anderen zu: den Kommunen, den Anwohnern und der örtlichen Polizei.