Der Autokonzern Stellantis wird künftig einige Modelle mit dem Cloud-Assistenzsystem des israelischen Unternehmens Mobileye ausstatten. Die ersten dieser Fahrzeuge sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Cloud-Enhanced Adas nennt Mobileye das System, wobei Adas für Advanced Driver Assistance System (fortgeschrittenes Fahrerassistenzsystem) steht. Es nutzt das Schwarmintelligenzsystem Road Experience Management (REM), um das assistierte Fahren zu verbessern, wie Mobileye mitteilte.

REM erfasst Straßenmerkmale wie Schilder, Ampeln, Fahrspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fußgängerüberwege oder Fahrspuren. Dazu greift das System auf die Frontkameras von Fahrzeugen zu, die mit dem EyeQ System-on-Chip (SoC) von Mobileye ausgestattet sind. Diese Daten werden anschließen anonymisiert auf einen Cloudserver übertragen und dort verarbeitet. So entsteht laut Mobileye eine Datenbank mit Straßeninformationen, die dann wieder an Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Straßen in Europa und den USA fast vollständig erfasst

Über acht Millionen Fahrzeuge sind mit dem System ausgestattet und sammeln Daten. Im vergangenen Jahr seien rund 54 Millionen Kilometer erfasst worden. Über 95 Prozent der öffentlichen Straßen in den USA und Europa seien abgedeckt – von Autobahnen bis zu Straßen in dicht bebauten Innenstädten.