US-Militär: Angriffswelle gegen Iran beendetDas US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden. Trump droht wieder mit Angriff auf „Pickaxe Mountain“US-Präsident Donald Trump hat abermals mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. „Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett“, behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land bräuchte Jahrzehnte für den Wiederaufbau.Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. „Wenn wir morgen gehen würden, hätten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen“, sagte er.Huthi-Miliz: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten „Blockade“ zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.Saba berichtete auch nicht, wo genau die Schiffe mutmaßlich umkehrten. Jemen-Experten zufolge verbreitete die Miliz über Funk zuletzt aber eine entsprechende Warnung an Schiffe. Auch das von den Huthi kontrollierte Zentrum für humanitäre Einsätze in Sanaa teilte mit, Schiffsbesitzer und -betreiber seien aufgefordert worden, ihre Bewegungen vorab zu koordinieren, um die „Sicherheit der Fahrten“ zu gewährleisten.US-Präsident Donald Trump sagte in Washington, dass es in der Region bisher keine Blockade der Miliz gegeben habe. „Wir haben länger nicht von ihnen gehört“, sagte Trump am Dienstag während eines Treffens mit Libanons Präsident Joseph Aoun im Weißen Haus. „Wenn es passiert, werden wir uns um die Sache kümmern.“ Die USA seien zuvor schon „energisch“ gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe im Jemen im vergangenen Jahr. Trump: Kein Treffen ohne ernsthaftes Interesse Irans Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump grundsätzlich zu Gesprächen mit Vertretern Irans bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass Teheran ernsthaft an substanziellen Verhandlungen interessiert sei, sagte Trump bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. „Sie wollen sich unbedingt treffen“, sagte Trump über die iranische Führung. „Solange sie aber nicht bereit sind, sich auf ernsthafte Weise zu treffen, haben wir keinerlei Interesse daran.“Trump widersprach damit der Einschätzung eines Reporters, wonach es keine Anzeichen für eine iranische Bereitschaft zur Beendigung der Kämpfe gebe. Der Präsident verwies auf Gespräche hinter den Kulissen. Syrien: Waffenschmuggel nach Libanon vereiteltSyrische Behörden haben nach eigenen Angaben einen mutmaßlich für die libanesische Hizbullah bestimmten Waffenschmuggel nach Libanon vereitelt. Dabei seien 226 Handgranaten entdeckt worden, die in einem Fahrzeug mit Ziel Libanon versteckt gewesen seien, teilte die Behörde für Grenzübergänge und Zoll mit. Bereits vergangenen Donnerstag hatten syrische Behörden nach eigenen Angaben einen größeren Waffenschmuggel aufgedeckt. Dabei seien Waffen, Raketen und Drohnen sichergestellt worden, die in einem Öltankwagen versteckt gewesen seien. Nach ersten Erkenntnissen sei die Lieferung für die libanesische Hizbullah bestimmt gewesen.Huthis warnen Reedereien vor Nutzung saudi-arabischer HäfenDie Huthi-Rebellen im Jemen warnen Reedereien davor, saudi-arabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthis angegriffen würden. Die Huthis können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet im Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer kontrollieren. Unser Korrespondent Christoph Ehrhardt hat die Lage analysiert: Kreise: Iranischer Minister trifft Vermittler in PakistanInmitten gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und Iran trifft sich der iranische Innenminister Eskandar Momeni laut pakistanischen Sicherheitskreisen mit führenden Vermittlern in Islamabad. Nach einem Termin mit Pakistans Armeechef Asim Munir sei Momeni derzeit im Gespräch mit Premierminister Shehbaz Sharif, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen in der pakistanischen Hauptstadt. Über Gesprächsinhalte wurde zunächst nichts bekannt. Bereits zuvor hatte es jedoch geheißen, Pakistan werde darauf hinwirken, dass für eine neuerliche Verhandlungslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran diesmal eine Öffnung der für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus von den mächtigen iranischen Revolutionsgarden verkündet werden müsse. Pakistan gilt neben dem Golfstaat Katar als zentraler Vermittler in dem Konflikt zwischen Washington und Teheran. Jordanien wehrt wieder iranischen Beschuss abJordaniens Armee hat nach eigenen Angaben abermals iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben. Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele in Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durchführt. In Jordanien sind wie in den Golfstaaten US-Soldaten stationiert. Smotrich: Kein Interesse an Beteiligung im Krieg mit IranIsrael hat nach Angaben von Finanzminister Bezalel Smotrich kein Interesse daran, sich in den gegenwärtigen Konflikt zwischen den USA und Iran hineinziehen zu lassen. „Die aktuelle Situation, in der es einen begrenzten Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, ist die richtige und beste für uns“, sagte Smotrich mehreren israelischen Medien zufolge auf einer Konferenz. Israels oberstes Ziel sei die Schwächung der Führung des Irans, und der beste Weg dorthin seien wirtschaftliche Maßnahmen, so der Minister.Der Konflikt zwischen den USA und Iran ist in den vergangenen Tagen mit US-Luftangriffen und iranischen Vergeltungsattacken in der Region erneut eskaliert. Bei Beginn des Krieges im Februar waren die USA und Israel noch gemeinsam gegen Iran vorgegangen. Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone einDie libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen in Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin in Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden. In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hizbullah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.Am Dienstag sollte Libanons Staatschef Joseph Aoun von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen werden. Beirut steht verstärkt unter Druck, die Hizbullah zu entwaffnen – was Israel zur zentralen Bedingung für seinen Rückzug aus dem Süden Libanons macht. Asean fordert sofortiges Ende der Gewalt im Nahen OstenDie Außenminister der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean haben sich angesichts der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran tief besorgt gezeigt und alle Beteiligten zu größter Zurückhaltung aufgerufen. Die neuen Kämpfe gefährdeten die diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister im Zuge ihres Gipfeltreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila. Mit Blick auf die Bedeutung Asiens für den Welthandel forderten die Asean-Staaten in ihrer Erklärung auch die ungehinderte Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Sie warnten vor einseitigen Maßnahmen, die den internationalen Schiffsverkehr beeinträchtigen könnten, und verlangten die Einhaltung des internationalen Seerechts sowie den Schutz von Seeleuten und Schiffen. Zugleich warnten die Minister vor den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.Der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean gehören elf Länder an, darunter Indonesien, Thailand, Malaysia und Singapur. Die Philippinen haben in diesem Jahr den rotierenden Vorsitz der Organisation. Zu dem mehrtägigen Treffen haben sich auch US-Außenminister Marco Rubio und seine Amtskollegen aus Russland und China, Sergej Lawrow und Wang Yi, angekündigt. Ob es auch zu bilateralen Gesprächen kommen wird, war zunächst unklar. Vanessa AngermannBerichte: Vermittler wollen neue WaffenruheWährend die Militärschläge der USA in Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Qatar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal „Axios“ aus Quellen. Auch das „Wall Street Journal“ berichtete über den Vorschlag. Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte „Axios“ US-Beamte.Vanessa AngermannWieder nächtliche Explosionen in IranNach Beginn der abermaligen Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien in der Nacht wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans.Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas.Vanessa AngermannBehörde: Abermals Tanker in Straße von Hormus getroffenIn der Straße von Hormus ist nach britischen Angaben ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden. Die Besatzung habe Seenotrufe abgesetzt und das Schiff verlassen, teilte die britische Behörde für Seehandel (UKMTO) mit. Die Crew befinde sich in einem Rettungsboot. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 15 Kilometer östlich der Stadt Limah im Oman. Umweltschäden seien zunächst nicht gemeldet worden. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, dass zwei Öltanker nach Explosionen in Brand geraten seien. Rettungsteams würden die Besatzungen in Sicherheit bringen. Ob es sich um denselben Vorfall handelt, blieb zunächst unklar. Robert DikomeitUSA: Neue Angriffswelle auf Iran gestartetDas US-Militär hat eine neue Angriffswelle gegen Iran gestartet. Die um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) begonnenen Angriffe zielten darauf ab, die militärischen Mittel Irans zu schwächen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den genauen Zielen der neuen Angriffe wurden keine Angaben gemacht. Damit griffen die USA in der inzwischen zehnten Nacht in Folge seit der Aufkündigung der Waffenruhe iranische Ziele an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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