Anna von Villiez ist neue Antisemitismusbeauftragte in Hamburg. Sie will mit Bildung und digitaler Aufklärung den Antisemitismus messbar bekämpfen.

Bisher vor allem mit der Geschichte des Antisemitismus befasst: Hamburgs neue Beauftragte Anna von Villiez (l.)

Katrin Luxenburger/dpa

Hamburgs Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) hat am Dienst die neue Antisemitismusbeauftragte der Stadt vorgestellt: die Historikerin Anna von Villiez, die seit 2018 die Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule im Hamburger Karolinenviertel leitet.

Ihr Ziel sei es, „den Antisemitismus langfristig und messbar zurückzudrängen“, sagte von Villiez im Rathaus. Sie wolle bei der Bekämpfung früh ansetzen und deshalb vor allem auf das Bildungssystem einwirken; sie wolle gemeinsam mit den Antisemitismusbeauftragten der anderen Bundesländer gegen digitalen Antisemitismus vorgehen, dem junge Menschen in besonderem Maße ausgesetzt seien. Und sie wolle das jüdische Leben in der Stadt sichtbarer machen.