Als die Profis des 1. FC Union Berlin am 1. Juli die Vorbereitung auf die neue Saison aufgenommen haben, verabschiedete sich Rani Khedira gerade in den Urlaub. Der Vizekapitän der Eisernen hatte mit Tunesien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika am 26. Juni auch das letzte der drei Vorrundenspiele verloren (1:3 gegen die Niederlande) und dabei sogar einen Trainerwechsel erlebt. Auf einen neuen Trainer wird er auch kommenden Montag in Köpenick treffen, wenn er nach der aktuell trainingsfreien Woche erstmals unter der Leitung von Mauro Lustrinelli auf den Platz gehen und dabei ins Mannschaftstraining einsteigen wird – trotz zwischenzeitlicher Wechselgerüchte weiterhin als Co-Kapitän.

Fifa korrigiert Summen an die Vereine nach unten

Immerhin hat sich das Warten für Union finanziell etwas gelohnt. Wie aus den nun veröffentlichten Fifa-Ausgleichszahlungen hervorgeht, erhalten die Köpenicker für Khediras Turnier-Teilnahme rund 150.000 Euro. Vor Beginn des Turniers hieß es, dass die Eisernen durch den WM-Einsatz des 32-Jährigen gar mit umgerechnet rund 236.500 Euro rechnen können. Die Summe allerdings wurde zwischenzeitlich nach unten korrigiert. Der Weltverband, der bei seiner Rekord-WM mit geschätzten rund 15 Milliarden Dollar auch einen Rekord-Umsatz gemacht hat, entschädigt die Vereine für jeden Tag, an dem ihre Nationalspieler während des Turniers gebunden sind. Weil Tunesien bereits nach der Gruppenphase ausschied, fällt die Summe für Union allerdings deutlich geringer aus als bei Klubs, deren Profis bis in die K.o.-Runden oder sogar ins Finale vorstießen.