Eli Lilly habe in landesweiten Werbekampagnen für sein Adipositas-Medikament Zepbound und das Diabetes-Mittel Mounjaro die höchsten zugelassenen Dosierungen der eigenen Präparate mit niedrigeren Dosen der Novo-Mittel Wegovy und Ozempic verglichen. Neuere, höher dosierte Versionen der Medikamente der Dänen seien verschwiegen worden. An der Börse legten die Aktien von Eli Lilly zuletzt leicht zu.In den Anzeigen werde ein Gewichtsverlust von etwa 22,7 Kilogramm durch Zepbound einem Minus von rund 15 Kilogramm durch Wegovy gegenübergestellt, erklärte Novo Nordisk. Direkte Vergleichsstudien der jeweils höchsten zugelassenen Dosierungen gebe es jedoch nicht. Separate Untersuchungen hätten bei diesen Höchstdosen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 21,8 Kilogramm bei Zepbound und gut 21,3 Kilogramm bei Wegovy gezeigt.
Novo Nordisk fordert per Gerichtsbeschluss den Stopp der Kampagne sowie eine Richtigstellung. Zudem verlangt das Unternehmen Schadensersatz, der auch die durch die Werbung erzielten Gewinne von Eli Lilly umfassen soll. Eine Stellungnahme des US-Unternehmens lag zunächst nicht vor.Novo Nordisk hatte nach eigenen Angaben im April eine Unterlassungsaufforderung verschickt, nachdem in den USA eine höhere Wegovy-Dosis zugelassen worden war. Eli Lilly habe daraufhin einen unzureichenden Hinweis in die Anzeigen eingefügt, die seither mehr als 700 Millionen Mal angezeigt worden seien. Die beiden Pharmakonzerne liefern sich ein erbittertes Ringen um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Adipositas-Medikamente.










