Libanons Präsident Joseph Aoun will Donald Trump in Washington um Unterstützung bitten. Israel und Libanon proben erste Schritte in zwei „Pilotzonen“.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun

Mohamed Azakir/reuters

Libanons geteilte Meinung über direkte Gespräche mit Israel ist schon an der großen Straße zum Flughafen in Beirut zu sehen. Als die Regierung bilaterale Friedensgespräche ankündigte, stand auf den Werbeflächen „Danke, loyaler Iran“ – bezahlt von der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Das Innenministerium ließ die Plakate ersetzten mit: „Libanon First“. Hisbollah-Anhänger wiederum setzten die neuen Aushänge in Brand. Die Hisbollah lehnt direkte Gespräche mit Israel ab – und auch die Bemühungen der libanesischen Regierung, die Miliz zu entwaffnen.

Während dieser aufgeheizten politischen Stimmung hat sich Libanons Präsident Joseph Aoun auf den Weg Richtung USA gemacht. Er flog am Samstag nach Washington, um dort mit verschiedenen US-Vertretern zu sprechen. Am Dienstag trifft er US-Präsident Donald Trump. Es ist der erste Besuch eines libanesischen Staatschefs im Weißen Haus seit 2009.