Nach Bootsunglücken : 140 Menschen vor der Küste Mauretaniens tot oder vermisst21.07.2026, 14:58Lesezeit: 2 Min.Der von vielen Migranten gewählte Seeweg von Westafrika zu den Kanarischen Inseln ist eine der weltweit tödlichsten Fluchtrouten. In den vergangenen Tagen sterben dort abermals Dutzende.Vor der Küste Mauretaniens sind bei Bootsunglücken in den vergangenen Tagen nach UN-Angaben mehr 140 Menschen ums Leben gekommen oder werden noch vermisst. Die Flüchtlinge und Migranten hätten die gefährliche Überfahrt von Westafrika nach Europa versucht, teilte das UN-Flüchtlingswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.Die Route zu den Kanaren belibe „eine der weltweit tödlichsten“ wegen langer Strecken, der Bedingungen auf See, nicht seetauglichen überfüllten Booten und wenig Chancen auf schnelle Rettung.Insgesamt wurden den Angaben zufolge zwischen dem 14. und 18. Juli vom mauretanischen Nouadhibou aus drei Rettungsaktionen durchgeführt, bei denen 387 Menschen sicher an Land gebracht worden seien. Das UNHCR sei bei allen Ausschiffungen gemeinsam mit nationalen Behörden und humanitären Partnern vor Ort gewesen, um die Überlebenden zu unterstützen und zu identifizieren. Die Überlebenden stammten demnach aus verschiedenen Ländern.25 Tage auf dem Atlantik festgesessenVor drei Tagen sei ein Boot gerettet worden, dessen Insassen nach Angaben der UN fast 25 Tage auf dem Atlantik festgesessen hatten. 38 Menschen überlebten; 143 weitere gelten als vermisst oder tot. Die Gruppe war demnach in Gambia aufgebrochen, um Spanien zu erreichen.Aus dem benachbarten Senegal war nach mauretanischen Angaben zudem ein Boot mit etwa 180 Menschen an Bord gestartet, die bei einem Einsatz der Küstenwache alle gerettet worden seien.Auf den Kanarischen Inseln kamen dieses Jahr nach UN-Angaben bisher 4.400 Menschen bei irregulären Überfahrten an – ein Rückgang um etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Rekordzahlen im Jahr 2024 war die Zahl bereits im vergangenen Jahr gesunken. Als Gründe gelten strengere Kontrollen und Abkommen der EU und Spaniens mit nord- und westafrikanischen Ländern.Viele tödliche Vorfälle ereigneten sich aber abseits der öffentlichen Wahrnehmung, warnt die UN-Flüchtlingshilfe. Das führe oft dazu, dass ganze Boote spurlos verschwinden.
Bootsunglück vor Mauretanien: 140 Migranten tot oder vermisst
Der von vielen Migranten gewählte Seeweg von Westafrika zu den Kanarischen Inseln ist eine der weltweit tödlichsten Fluchtrouten. In den vergangenen Tagen sterben dort abermals Dutzende.















