In der Ukraine braut sich mal wieder was zusammen. Anzeichen über eine bevorstehende Ablösung des ukrainischen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyi verdichten sich seit Tagen. Ukrainische und westliche Medien berichteten zuletzt, Präsident Wolodymyr Selenskyj erwäge die Entlassung des Militärchefs.
Eine offizielle Entscheidung gibt es bislang jedoch nicht. Stattdessen deutet vieles auf einen Machtkampf innerhalb der ukrainischen Führung hin – zwischen dem Militär, dem Verteidigungsministerium und politischen Kräften, die eine Neuordnung der Armeeführung fordern.
Nach Angaben mehrerer ukrainischer Medien sollte Syrskyi bereits am Montag abgesetzt werden. Teilweise wurde sogar ein konkreter Zeitpunkt genannt: eine Sitzung der sogenannten Stawka, des obersten militärischen Führungsgremiums unter dem Vorsitz Selenskyjs. Die Meldungen wurden jedoch später sowohl aus dem Umfeld des Präsidenten als auch vom Generalstab dementiert. Eine Entlassung erfolgte nicht.
Der ukrainische Generalstab erklärte, Syrskyi und sein Stellvertreter Andrij Hnatow würden ihre Aufgaben weiterhin wahrnehmen. „Die Entlassung aus diesen Positionen erfolgt auf Grundlage eines Dekrets des Präsidenten der Ukraine“, hieß es in einer Stellungnahme.










