Die Speicherkrise könnte sich teilweise in der zweiten Jahreshälfte 2027 lockern, allerdings nur bei NAND-Flash-Bausteinen. Solche kommen primär auf SSDs und etwa als Universal Flash Storage (UFS) in Smartphones zum Einsatz.

Zu dieser Einschätzung kommt der auf Speicher spezialisierte Marktbeobachter Trendforce aus Taiwan. Demnach reichen zwei Entwicklungen, um die Nachfrage bedienen zu können: Speicherhersteller produzieren mehr NAND-Flash und Endkunden kaufen deutlich weniger Geräte mit NAND-Flash.

Der Marktbeobachter schätzt, dass 2026 rund vier bis fünf Prozent NAND-Flash fehlen. Die eingebrochene Nachfrage bei Endkunden durch hohe Preise ist dort schon eingerechnet. In der zweiten Jahreshälfte 2027 sollen dann genug Bausteine vorhanden sein, um die weltweite Nachfrage bedienen zu können.

Server verschlingen bald mehr als die Hälfte vom NAND-Flash

Da die Rechnung aber nur durch ein niedriges Kaufinteresse bei Smartphones, Notebooks und Desktop-PCs aufgeht, ist mit keinen starken Preissenkungen bei SSDs & Co. zu rechnen. Trendforce stimmt mit anderen Analysen überein, dass die Smartphone-Verkäufe 2026 um 15 bis 20 Prozent fallen könnten. Bei Notebooks sollen es rund zehn Prozent sein, berichtete auch schon Gartner. 2027 wird ein weiterer leichter Rückgang erwartet.