Im Iran-Konflikt vergeht mittlerweile kaum ein Tag, an dem nicht neue US-Angriffe auf iranische Stellungen gemeldet werden. Umgekehrt nehmen iranische Truppen fortgesetzt Nachbarstaaten und auch Schiffe in der Straße von Hormus ins Visier. So traf in der Nacht zu Dienstag ein iranisches Geschoss einen britischen Tanker in der Meerenge.Für die Seeleute ist der Versuch, die Straße von Hormus womöglich jenseits einer vom Iran vorgegebenen Route zu durchfahren, mit Lebensgefahr verbunden. Gleichwohl gehen einzelne Reeder das Wagnis ein und locken Seeleute mit satten Boni. Denn kommt ihr Schiff unbeschadet davon, ist das für die Reeder ein lukratives Geschäft .So bot jetzt die Sinokor-Gruppe, der weltweit größte Besitzer von Supertankern, ihren Seeleuten zusätzlich sechs Monatsgehälter an, wenn sie bereit sind, die Meerenge zu durchfahren, berichtet Bloomberg . Konkret geht es dabei um eine Hin- und Rückreise zur Ölaufnahme in Saudi-Arabien oder im Irak und zur Entladung des Öls im Golf von Oman. Die Rückreise würde normalerweise lediglich einen Monat dauern. Bloomberg konnte laut eigenen Angaben entsprechende Dokumente einsehen.Ob ein Schiff durch die Meerenge navigiert, entscheidet in letzter Instanz der Kapitän des jeweiligen Schiffs. Auf Öltankern gilt er mit einem Einkommen von etwa 15.000 US-Dollar im Monat laut Bloomberg als der bestbezahlte Mann. Junge Matrosen verdienen in normalen Zeiten etwa ein Zehntel davon. Sie hätten jederzeit das Recht, den Tanker zu verlassen, heißt es.
Straße von Hormus: Reeder locken Seeleute mit hohen Boni in umkämpfte Meerenge
Eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus kann für Besatzungen lebensgefährlich sein. Einzelne Reeder loben für ihre Matrosen nun hohe Boni aus, damit sie es wagen. Viele Seeleute folgen dem Ruf des Geldes gleichwohl nicht.







