Wie Reuters und tagesschau.de berichten, warf eine Gruppe US-amerikanischer Autor:innen Anthropic vor, die Modelle der Claude-Familie mithilfe raubkopierter Bücher trainiert zu haben. Daraufhin reichten sie eine Sammelklage gegen das KI-Unternehmen ein. Mit einem nun gerichtlich bestätigten Vergleich haben beide Seiten das Verfahren beendet. Dieser sieht vor, dass Anthropic die Rekordsumme von 1,5 Milliarden US-Dollar in einen Entschädigungsfonds einzahlt, aus dem betroffene Autor:innen und Verlage entschädigt werden sollen.Anzeige
Dadurch entfällt jedoch auch das ursprünglich für Anfang Dezember angesetzte Verfahren zur Höhe des Schadensersatzes. Dort wäre ausschließlich darüber entschieden worden, wie viel das KI-Unternehmen für die rechtswidrige Nutzung raubkopierter Bücher zahlen muss – mit potenziell deutlich höheren Entschädigungszahlungen.
Die zentrale urheberrechtliche Grundsatzfrage entschied das Gericht außerdem zugunsten des KI-Unternehmens. Nach Auffassung des Gerichts kann das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschützten Büchern unter das US-amerikanische Fair-Use-Prinzip fallen.Anzeige
Wer gehofft hatte, dass KI-Unternehmen für das Training ihrer Modelle mit urheberrechtlich geschützten Werken grundsätzlich zur Verantwortung gezogen werden, dürfte von diesem Urteil enttäuscht sein.














