In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der KI-Musikdienst Suno von einem Angreifer geknackt wurde und dabei umfangreiche Daten in unbefugte Hände gelangt sind. Dazu gehören auch 55,3 Millionen Konten von Nutzerinnen und Nutzern des Angebots. Bei Have I Been Pwned (HIBP) lässt sich nun prüfen, ob die eigenen Daten darunter sind.
Wie HIBP-Betreiber Troy Hunt in der Auflistung der Datenlecks erklärt, umfasst der Datensatz auch 55 Millionen eindeutige E-Mail-Adressen. Auch Telefonnummern sollen enthalten sein, wenn sie als Registrierungsmethode genutzt wurden. Nur einen kleinen Teil des Datensatzes machen zudem zehntausende Stripe-Einträge zu Käufen aus, die Namen, Anschriften, Kaufumfang und Teile von Kreditkartendaten – Kartentyp, Ablaufdatum und die letzten vier Ziffern – enthalten. Hunt zufolge erklärte Suno, dass das Unternehmen keinen Zugang zu den vollen Kreditkartennummern in Stripe habe.
Prüfung der eigenen Adressen
Auf der HIBP-Hauptseite können Suno-Nutzerinnen und -Nutzer durch Eingabe ihrer E-Mail-Adresse checken, ob sie Teil des Datenlecks ist. Bösartige Akteure können diese Informationen nutzen, um etwa glaubwürdigere Phishing-Kampagnen gegen Suno-Nutzer aufzusetzen.
Die Daten sind bei Suno bereits im November 2025 abhanden gekommen. Größere Aufmerksamkeit erlangten sie in der vergangenen Woche, als der Angreifer die Daten mit 404 Media geteilt hat. Dabei stellte sich heraus, dass die Trainingsbibliotheken Musikstücke und Liedtexte unter anderem von Diensten wie YouTube Music, Deezer oder Genius enthalten. Auch Podcast-Aufnahmen sollen in großem Umfang enthalten sein. Zuvor war aufgrund von Urheberrechtsverfahren bereits bekannt, dass Suno offenbar große Mengen geschützter Werke für das Training der KI-Modelle genutzt hat, nun wurde jedoch ein detaillierter Einblick durch die geleakten Daten möglich.








