Der Messgeräte- und Testequipment-Hersteller Fluke gehört zu den Opfern des jüngsten Beutezugs der Cybergang ShinyHunters. Die Daten haben die Kriminellen Anfang Juli dieses Jahres angeblich aus dem Salesforce-Zugang von Fluke entwendet und sollen insgesamt 21 Millionen Datensätze umfassen, einschließlich einiger sensibler persönlicher Informationen. Das Have-I-Been-Pwned-Projekt (HIBP) hat die Datenbank in die Finger bekommen und die sensiblen Datensätze herausdestilliert sowie zur Datenhalde hinzugefügt.

Der Beitrag bei HIBP führt aus, dass es sich am Ende um 821.100 Kundendatensätze handelt. Insgesamt haben die Täter mehr als 100 GByte an Daten veröffentlicht, die angeblich von Fluke stammen. Laut Troy Hunt, dem Betreiber von Have I Been Pwned, besteht der Datensatz größtenteils aus Kontaktinformationen des Unternehmens. Dazu gehören aber auch mehr als 800.000 eindeutige E-Mail-Adressen, Namen, Telefonnummern sowie Anschriften. Zudem handele es sich um eine große Sammlung an Supportfällen – was zu einem Datendiebstahl bei Salesforce passt.

Prüfung bei HIBP

Wer mit dem Support von Fluke in Kontakt stand, kann auf der Hauptseite von Have I Been Pwned prüfen, ob die E-Mail-Adresse und die weiteren persönlichen Informationen dadurch nun in unbefugte Hände gefallen sind. Diese Informationen können Cyberkriminelle etwa nutzen, um gezielte und glaubwürdigere Phishing-Kampagnen aufzusetzen, die sich gegen Fluke-Kunden richten. Wenn die eigene E-Mail-Adresse also bei Have I Been Pwned auftaucht, sollte man daher erhöhte Vorsicht bei Nachrichten walten lassen, die Fluke betreffen. Insbesondere Passwort-Anfragen oder Mails, die zeitlichen Druck aufbauen, sollten nicht beantwortet werden. Gegebenenfalls sind dann Rückfragen direkt bei Fluke über die bekannten Kanäle sinnvoll.