PfadnavigationHomeSonderthemenSonderthemen FrontpageArtikeltyp:AdvertorialRheinmetall investiert in BayernAschau wird zum Munitionszentrum – 500 neue Jobs in SichtStand: 09:57 UhrLesedauer: 3 MinutenSo sehen die Pläne des neuen Werkes in Aschau aus.Quelle: RheinmetallMit dem Projekt „Firepower“ reagiert Rheinmetall auf den gestiegenen Munitionsbedarf in Deutschland und Europa. Der Technologiekonzern investiert umfassend in den Ausbau seiner Produktionsstandorte und erweitert insbesondere seine Kapazitäten in der Herstellung von Treibladungspulver. Für die Konzerntochter Nitrochemie markiert das den Beginn einer umfassenden Transformation.Bis 2030 will Rheinmetall jährlich 20.000 Tonnen Treibladungspulver herstellen können. Die geplanten Produktionskapazitäten reichen aus, um Antriebe für rund 1,1 Millionen Schuss Artilleriemunition, 150.000 Schuss Panzermunition sowie 3,2 Millionen Schuss Mittelkalibermunition zu fertigen.Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei Nitrochemie. Das Unternehmen will die Produktion von Treibladungspulver und Treibladungsmodulen in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln und die Zusammenarbeit seiner Standorte in Deutschland, der Schweiz und Spanien weiter intensivieren.Ausbau der ProduktionskapazitätenIm Mittelpunkt steht der Standort Aschau am Inn. Dort soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit rund 800 auf etwa 1.300 steigen. Erst vor wenigen Monaten schloss Nitrochemie dort ihre bislang größte Kapazitätserweiterung ab. Im Schichtbetrieb produziert das Werk derzeit rund 1.700 Tonnen Treibladungspulver sowie 200.000 Treibladungsmodule pro Jahr.Bereits die nächste Ausbaustufe ist geplant: Innerhalb der kommenden zwei Jahre sollen in Aschau zusätzlich 2.500 Tonnen Treibladungspulver und 550.000 Treibladungsmodule jährlich gefertigt werden. Mit den steigenden Produktionskapazitäten wächst auch der Personalbedarf. Rund 500 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in Aschau eingestellt werden, weitere 50 am Standort Wimmis in der Schweiz. Parallel investiert Rheinmetall in neue Produktionsanlagen, zusätzliche Gebäude und die Erweiterung des Werksgeländes.Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinwegDas Projekt „Firepower“ vernetzt die Rheinmetall-Nitrochemie-Standorte in Aschau am Inn und Wimmis sowie Rheinmetall Expal Munitions im spanischen Burgos noch enger miteinander. Ziel ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit entlang der Produktionskette.Parallel modernisiert Rheinmetall die Fertigung. Künftig soll Treibladungspulver überwiegend aus Granulat gepresst und nicht mehr gewalzt werden. Mit der Umstellung des Produktionsverfahrens will das Unternehmen den Output weiter steigern.Schlüsselkomponente der MunitionsfertigungTreibladung zählt zu den zentralen Komponenten moderner Waffensysteme. Nach der Zündung verbrennt das Treibladungspulver kontrolliert und rückstandsfrei. Die dabei entstehenden Gase beschleunigen das Geschoss durch das Waffenrohr in Richtung seines Ziels.Nach eigenen Angaben deckt Rheinmetall die gesamte Wertschöpfungskette der Munition ab – vom Geschoss über Zünder und Primer bis zur Treibladung und zum Payload. Mit „Firepower“ verfolgt der Konzern das Ziel, die Produktion von Treibladungspulver nachhaltig auszubauen und die Fertigung an den Standorten Aschau, Wimmis und Burgos weiterzuentwickeln.Investitionen in Infrastruktur und VersorgungssicherheitDie Umsetzung des Projekts ist mit umfangreichen Investitionen verbunden. Rund 250 Millionen Euro fließen in den Standort Aschau, weitere jeweils rund 100 Millionen Euro in die Standorte Wimmis und Burgos. Parallel erweitert Nitrochemie das Werksgelände in Aschau durch Neubauten sowie den Erwerb zusätzlicher Flächen. Nach Unternehmensangaben erfolgen sämtliche Maßnahmen unter Einhaltung der baurechtlichen, umweltrechtlichen und sicherheitstechnischen Vorgaben.Neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten richtet das Unternehmen den Fokus auf die langfristige Sicherung von Personal und Rohstoffen. Der anstehende Generationswechsel soll durch frühzeitige Neueinstellungen begleitet werden. Strategische Lagerbestände und eine stärkere Eigenfertigung einzelner Komponenten sollen zudem die Versorgungssicherheit weiter erhöhen.Mit dem Projekt „Firepower“ bündelt Rheinmetall den Ausbau seiner Produktionskapazitäten mit Investitionen in Infrastruktur, moderne Fertigungstechnologien und zusätzliche Fachkräfte. Ziel ist es, die Herstellung von Treibladungspulver an den Standorten Aschau, Wimmis und Burgos nachhaltig auszubauen und die Produktionskapazitäten bis 2030 deutlich zu erhöhen.