Die Verleihung des Axel Springer Awards an Peter Thiel zeigt: Manche Medien werden die „KI-Revolution“ nicht kritisch begleiten, sondern vorantreiben.
Seit Jahren vertritt er ein radikal libertäres Weltbild, zweifelt öffentlich an der Vereinbarkeit von Freiheit und Demokratie
Gage Skidmore/imago
Der US-Tech-Unternehmer Peter Thiel soll im September den Axel Springer Award erhalten. Mit der Auszeichnung zeigt der Medienkonzern, dass er sich längst nicht mehr als Beobachter der „KI-Revolution“ versteht, sondern als ihr Verbündeter. Der Weg dahin ist lange bereitet: Einige der einflussreichsten Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg wurden bereits mit dem Award ausgezeichnet.
Springer nutzt künstliche Intelligenz im Unternehmensalltag bereits flächendeckend, denken wir etwa an die Kooperation mit OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT. Auch der KI-generierte Kommentar von Springer Chef Döpfner, als Reaktion auf einen depublizierten Kommentar von CDU-Ministerpräsident Mario Voigt in der FAZ, malt mit an einem klaren Bild: Springer will den technologischen Wandel hin zu künstlicher Intelligenz nicht nur begleiten, sondern vorantreiben.






