Wenn jemand breit kritisiert wird, weil er oder sie zum Beispiel findet, dass die Demokratie einem radikalisierten Kapitalismus weichen müsse, dann gibt es zwei wenig ertragreiche Weisen, damit umzugehen. Die erste: Man bricht das Gespräch mit dieser Person ab, aus Furcht, das eigene Denken von deren gefährlichen Ideen vergiften zu lassen – so erging es dem Tech-Milliardär Peter Thiel, als ihn die „Wiener Festwochen“ ein- und dann wieder ausluden. Die zweite ist der Umkehrschluss der ersten, Cancel-Culture unter umgekehrten Vorzeichen, wenn man so will: Man hebt diese Person gerade deshalb auf die Bühne, weil andere ihr „keine Bühne bieten“ wollten. Man verleiht ihr, nur mal als Beispiel, den Axel Springer Award.
Konservative Hoffnungsfigur: Peter Thiel erhält Axel Springer Award
Der Tech-Milliardär ist eine politisch provokante Wahl. Aber warum sollte der Preis anders funktionieren als der Verlag von Mathias Döpfner?






