Mehr als 15.000 Paare brüten in diesem Jahr laut Nabu in Deutschland. Sie finden mehr Nahrung und profitieren von kürzeren Reiserouten.
Storch fängt Maus auf einem Stoppelfeld in Unlingen im südlichen Baden-Württemberg
Thomas Warnack/dpa
Mehr Naturschutz und der Klimawandel machen es möglich: In Deutschland brüten in diesem Sommer so viele Weißstörche wie noch nie seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Das teilte der Naturschutzbund Nabu am Montag mit. Insgesamt rechnet der Umweltverband in der aktuellen Saison mit bundesweit mehr als 15.000 Brutpaaren. „Selbst vor hundert Jahren gab es nicht so viele Störche“, sagt Bernd Petri von der Nabu-Bundesarbeitsgruppe Weißstorch.
Andreas Wennemann, Geschäftsführer des Naturparks Rhein-Taunus, bestätigt die Beobachtung. In dem 810 Quadratkilometer großen, von Mittelgebirge geprägten Gebiet nahe Wiesbaden nisten inzwischen nicht nur wieder zahlreiche Weißstörche. Auch Schwarzstörche und Kolkraben seien nach Hessen zurückgekehrt. Sie alle profitierten von der abwechslungsreichen Landschaft aus Fluss- und ruhigen Bachtälern, strukturreichen Äckern und Wiesen mit insektenfreundlichen Blühstreifen.







