Der milliardenschwere Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery gerät ins Stocken: Eine US-Bundesrichterin hat die geplante Übernahme des Konzerns Warner Bros. Discovery durch Paramount vorerst gestoppt.Nach einer Klage von zwölf Bundesstaaten darf der mehr als 100 Milliarden US-Dollar schwere Deal zunächst für zwei Wochen nicht vollzogen werden. In dieser Zeit will das Gericht über eine einstweilige Verfügung entscheiden, die den Zusammenschluss bis zu einer endgültigen Klärung verhindern könnte.

Die klagenden Bundesstaaten sehen erhebliche Risiken für den Wettbewerb. Sie argumentieren, dass ein gemeinsames Unternehmen eine dominante Stellung bei erfolgreichen Kinofilmen einnehmen und damit den Wettbewerb zulasten anderer Studios und Kinos verzerren könnte.Nach Einschätzung der zuständigen Richterin haben die Kläger zumindest glaubhaft gemacht, dass Paramount und Warner zusammen über einen erheblichen Marktanteil verfügen würden. Das reiche aus, um den Vollzug der Fusion vorläufig auszusetzen.

Übernahme von der US-Regierung bereits freigegebenDabei hatte die US-Regierung die Übernahme zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb noch Verbraucherinnen und Verbraucher im Streaming-, Fernseh- oder Filmgeschäft erheblich beeinträchtigen werde.Dem »Wall Street Journal« zufolge soll die politische Führung des Ministeriums die Freigabe allerdings erteilt haben, bevor die zuständigen Wettbewerbsexperten ihre Empfehlung abgegeben hatten.