Auslöser für die Auszeit war die Klage von zwölf US-Bundesstaaten, die den mehr als hundert Milliarden Dollar schweren Deal kippen wollen. Sie verlangen zunächst eine langfristige einstweilige Verfügung gegen den Abschluss der Übernahme. Die verlängerte Auszeit bis zum 17. August sei nötig, um über Anträge der Parteien rund um die einstweilige Verfügung zu entscheiden, erläuterte die Richterin.Bundesstaaten sehen WettbewerbsproblemDie Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss habe eine unzulässige Konzentration auf dem Markt für populäre Filme zur Folge, die auch die Kinos unter Druck setze. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was zunächst eine mehrwöchige Aussetzung der Fusion rechtfertige.

Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaminggeschäft als auch in der Filmproduktion. Dem »Wall Street Journal« zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.