Der Mensch, insbesondere wenn er im Urlaub ist, tut seltsame Dinge. Er trägt Dreiviertelhosen. Sie lässt sich ein Schildkrötentattoo stechen. Zusammen legen sie sich am Strand in die Mittagssonne. Nachts schlafen sie nicht, weil das frische Tattoo und der Sonnenbrand so wehtun.Rein küchenpsychologisch betrachtet, tun wir wahrscheinlich deshalb so oft absurd Scheinendes im Urlaub, weil wir uns freier fühlen. Frei vom Joch der Arbeit, von Terminen und Fristen, frei vom alltäglichen Haushaltsdreiklang aus Kochen, Aufräumen und Abwaschen.Da entsteht natürlich im Gehirn leerer Raum, der irgendwie gefüllt werden muss. Und deshalb kommen wir auf Ideen. Das gilt insbesondere auch für das, was wir uns kaufen in einem fremden Land, um uns später an dieses zu erinnern: Souvenirs.Womit wir beim Fußballspieler Erling Haaland wären. Wie alle Zeitungen, auch diese, unlängst berichteten, erwarb er in Texas, wo er zu einer Dienstreise zwecks Fußball-WM war, ein interessantes Souvenir: Auf Fotos ist zu sehen, wie der zwei Meter lange Mittelstürmer-Millionär einen Waschbären die Flugzeugtreppe hinunterträgt. Das possierliche Tierchen wirkt lebendig, ist aber nur gut ausgestopft. In seinen Pfoten hält es eine leere Gin-Flasche.Wie die immer gut informierte New York Times berichtete, hatte Haaland den Waschbären in „Wild Bills Western Store“ in Dallas gekauft, aber nicht nur ihn. Zwei ausgestopfte Eichhörnchen, Cowboystiefel aus Schlangenleder und ein Cowboyhut landeten bei der Shoppingtour auch in seiner Tasche.Nationalparks in Kalifornien:Das schönere AmerikaFußball-WM hin oder her: Am besten