Zum Gespräch verabredet sich Tobias Korenke, 61 Jahre alt, spontan in der Lobby des Marriot-Hotels, direkt gegenüber vom Bendlerblock in Berlin. Den Eklat vor Beginn der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung für die Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft habe er nicht geplant, beteuert er. Am Montagvormittag hatte er versucht, den Kranz der AfD-Fraktion zu entfernen, Sicherheitsleute haben ihn daran gehindert. Der Kranz wurde dabei beschädigt, Korenke durfte an der Veranstaltung nicht mehr teilnehmen. Seine Tochter kommt während des Gesprächs kurz vorbei, um sich zu verabschieden. „Halt die Ohren steif, Papa“, sagt sie.
Eklat um Bonhoeffer-Nachfahre: Tobias Korenke entfernt AfD-Kranz bei Gedenkveranstaltung
Tobias Korenke sieht AfD-Kranz bei Gedenken für NS-Widerstandskämpfer als Provokation. Er sieht in der AfD eine Gefahr für Demokratie.










