„Stolz auf das Geleistete“ ist der scheidende britische Premierminister Keir Starmer. „Wir waren nicht gut genug“, sagt Nachfolger Andy Burnham.
Keir Starmer (links) entlassen, Andy Burnham (rechts) beauftragen: König Charles III hatte einen vollen Tag
Aaron Chown/Pool vvia reuters
Die TV-Kameras waren seit dem frühen Morgen in Stellung. Ein Straßenreiniger reinigte die Downing Street noch schnell – fast konnte man das metaphorisch verstehen. Genauso wie den vor der hochpolierten schwarzen Eingangstür des Hauses Nummer 10 etwas gelangweilt ausharrenden Amtskater Larry, der dieses Spektakel schon oft miterleben musste. Im Buckingham Palace einige Hundert Meter entfernt standen die Hofangestellten bereit, um erst den scheidenden und dann den nächsten Premierminister mit traditionellem Protokoll zu empfangen und zum König zu geleiten. Auf irgendeinem Heliport warteten die Helikopter der großen Fernsehsender, um das ganze Spektakel aus der Luft zu verfolgen.
Dieses eingeübte Prozedere zur Amtseinführung eines neuen Premierministers gibt es in Großbritannien normalerweise nur alle paar Jahre. Am Montagmorgen war es allerdings das sechste Mal binnen zehn Jahren. Keir Starmer war gerade mal zwei Jahre und 15 Tage im Amt – und er war nicht der kurzlebigste dieser Zeit. Nur gut zwei Jahre nach seinem großen Wahlsieg ist Starmer Geschichte.















