Angst? Wovor sollte sich Luis de la Fuente denn vor dem WM-Finale fürchten? Diese Frage im Vorlauf des grandios überzeichneten Endspiels gegen Argentinien irritierte Spaniens Nationaltrainer sichtlich. Dann sagte er, den Flug mit dem Helikopter, bloß um zu einer Pressekonferenz in ein Kongresszentrum von New York zu kommen, möge er nicht.Zwei Tage später, Ortswechsel: andere Seite des Hudson River, nach dem Endspiel in New Jersey. Wieder lauschte die Weltpresse. Wie bitte hat es der Fußballlehrer denn geschafft, Lionel Messi an die Kette zu legen? Der frischgebackene Weltmeistercoach zählte sodann jetzt fünf Vornamen auf, alles Trainer aus seinem Staff. Die hätten für ihn den Matchplan gemacht. Danke schön, meine Kollegen.
Die Scheinwerfer wegdrehen
Zwei Sequenzen, die alles sagen. Und die sich auch der deutsche Fußball mitsamt seinem neuen Heilsbringer zu Gemüte führen sollte, wenn bald Jürgen Klopp als Bundestrainer übernimmt. Die Spanier zeigen, dass vielleicht derjenige die beste Lösung ist, der die Scheinwerfer wegdreht, wenn zu viel Licht auf ihn fällt. Der die Elogen weitergibt, wenn das Lob zu viel wird. Der seinen Redeanteil runterfährt, wenn drum herum zu viel gequatscht wird. Und der, auch das gehört zwingend zum Werdegang, sehr lange die Jugend des Verbands gefördert, die gesamte DNA aufgesogen, angenommen und gelehrt hat, um mit 65 Jahren den Gipfel im Trainermetier zu erklimmen.













