Die Bundesregierung plant trotz der in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe die Entlastungsmaßnahmen beendet und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen.

23 Cent in zwei Wochen

Seit Anfang Juli sind die Spritpreise stark gestiegen. Auch übers Wochenende ging es weiter nach oben, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des 19. Juli 2,152 Euro pro Liter, Diesel 2,177 Euro pro Liter. Bei beiden Kraftstoffen sind die Preise damit nun acht Tage in Folge gestiegen. Vergleicht man mit dem Preis vor zwei Wochen – damals hatten sich die Preise nach dem Ende des Tankrabatts ein wenig beruhigt – ist E10 derzeit 13,6 Cent teurer, Diesel sogar 23,1 Cent. E10 ist zudem nur noch rund 4 Cent von seinem Mehrjahreshoch rund um Ostern und gut 5 Cent von seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2022 entfernt.