PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernWaldbrand im Nationalpark - Ermittlungen zur Ursache laufenStand: 14:40 UhrLesedauer: 2 MinutenThomas Müller (CDU), Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, hat auf eine auffällige Häufung von Großbränden hingewiesen.Quelle: Michael Ukas/dpaNach einer Woche gilt der Großbrand im Müritz-Nationalpark als unter Kontrolle. Der Einsatz wird schrittweise zurückgefahren. Die Brandursache sorgt für Fragezeichen - auch wegen Auffälligkeiten.Die Ursache für den inzwischen unter Kontrolle gebrachten Großbrand im Müritz-Nationalpark ist noch ungeklärt. «Was auffällt, ist diese Häufung: innerhalb von drei Wochen zwei Großbrände», sagte der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Thomas Müller (CDU), bei einer Pressekonferenz in der Nähe des Brandgebietes.Erst Ende Juni war ein Brand auf einem munitionsbelasteten, ehemaligen Truppenübungsplatz im Nationalpark bei Neustrelitz ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen. Der dortige Einsatz dauerte mehrere Tage. Vor einer Woche war dann der jüngste Brand gemeldet worden.Die Feuer seien in Gebieten mit absolutem Betretungsverbot entstanden, sagte Müller. «Es ist ja nicht am Rand entstanden durch eine weggeworfene Kippe oder wie auch immer», so der Landrat. Zudem seien die Brände an mehreren Stellen entstanden. Das lasse zumindest fraglich erscheinen, dass die Brände durch Selbstentzündung entstanden seien. Die Polizei ermittle in alle Richtungen. Durch eine Glasscherbe entstehe ein derartiger Brand jedenfalls nicht.Ermittlungen zu weiteren Bränden, Zusammenhang wird geprüftEine Variante sei aber auch, «dass aus welchen Gründen auch immer Phosphormunition sich umsetzt. Und dann ein Brand entsteht», sagte Müller, der nach eigener Aussage auch selbst Feuerwehrmann ist.Der Schweriner Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte: «Es gibt Hinweise, dass es gegebenenfalls auch zu Maßnahmen gekommen sein kann.» Genauere Angaben dazu machte er nicht.Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben noch zu weiteren Bränden. Demnach brannten am Sonntag Wiesenflächen sowohl in Wokuhl-Dabelow als auch zwischen Neuhof und Carwitz bei Feldberg. Eine Schäferwiese habe auf einer Fläche mit einem Durchmesser von etwa 30 Metern gebrannt und habe gelöscht werden können. Zwischen Neuhof und Carwitz war den Angaben zufolge eine Fläche von etwa 500 Quadratmetern betroffen. Auch hier konnte das Feuer demnach zügig gelöscht werden. Erneut seien munitionsbelastete Gebiete betroffen gewesen.Die Ursache sei nicht geklärt. Da weder eine vorsätzliche noch eine fahrlässige Brandstiftung ausgeschlossen werden könne, sucht die Polizei nach Zeugen. Mögliche Zusammenhänge zum Großbrand im Müritz-Nationalpark würden geprüft. «Auch hier dauern die Ermittlungen zur Brandursache an.»dpa-infocom GmbH