Radstar Jonas Vingegaard wurde vor seinem Tour-Aus um zwei Uhr für einen Dopingtest geweckt. Das könnte eine Rolle bei seinem schweren Sturz gespielt haben, glauben einige Fahrer. Und üben heftige Kritik.
20.07.2026, 14.29 Uhr
Vingegaard zu nächtlicher Dopingkontrolle: »Nicht förderlich«
Nach dem Sturz-Aus von Mitfavorit Jonas Vingegaard auf einer der schwersten Bergetappen der Tour de France kritisieren viele Radprofis nächtliche Dopingkontrollen. »Es ist ziemlich respektlos, die Fahrer mitten in der Nacht zu wecken. Kontrollen um 2 und 5 Uhr morgens sind etwas, das wir als Fahrer eigentlich nicht hinnehmen können«, sagte Etappensieger Remco Evenepoel. »Es ist schlicht unmenschlich, uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reißen.« Evenepoel bezeichnete die Vorgänge als »Schande«.
Vingegaard, der vor der 15. Etappe Gesamtzweiter war, kam gut 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr zu Fall und musste danach das Rennen aufgeben. Er zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Vor der Etappe wurde Vingegaard um 2 Uhr nachts kontrolliert.»Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran. Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig«, sagte sein großer Konkurrent Tadej Pogačar, der selbst um 5 Uhr für eine Dopingkontrolle aufstehen musste.










