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Iran-Krieg: USA laut Rubio weiter zu Gesprächen mit Iran bereit Live-Blog Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen +++ Iran meldet Angriff im Nordwesten des Landes +++ Benzinpreis in den USA steigt auf über einen Dollar pro Liter ++++++ Der Newsblog.
Marco Rubio: Trotz neuer Luftangriffe sei der US-Außenminister zu Friedensgesprächen mit dem Iran bereit. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpaBenzinpreis in den USA steigt auf über einen Dollar pro LiterWegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten steigen die Benzinpreise in den USA erneut über die Marke von vier Dollar je Gallone, die für viele US-Haushalte eine finanzielle Belastung darstellt. Wie aus Daten des Automobilclubs AAA weiter hervorgeht, liegt der landesweite Durchschnittspreis an der Zapfsäule demnach bei 4,0030 Dollar - dies entspricht rund 1,06 Dollar (etwa 0,93 Euro) pro Liter. Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran stören den Energiefluss durch die für die weltweite Ölversorgung wichtige Straße von Hormus. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Preise an den US-Tankstellen um mehr als 30 Prozent gestiegen.Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen mit USADer Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen“, sagte Baghai.Iran meldet tödlichen US-Angriff im Nordwesten des LandesBei neuen US-Luftangriffen im Iran ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens ein Mensch in der Gegend der Stadt Tabris ums Leben gekommen. In Tabris im Nordwesten des Landes werden unterirdische Raketenstützpunkte der einflussreichen paramilitärischen Revolutionsgarde vermutet.Siedler dringen in palästinensisches Dorf – Tote bei ZusammenstößenBei Zusammenstößen mit israelischen Einsatzkräften im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge in der Nacht zwei Palästinenser getötet worden. Zuvor waren nach Darstellung beider Seiten israelische Siedler in ein palästinensisches Dorf gedrungen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, Siedler hätten den Ort in der Nähe von Ramallah angegriffen und dabei drei Palästinenser schwer verletzt.Rubio: USA weiter zu Gesprächen mit Iran bereitTrotz neuer US-Luftangriffe gegen den Iran hält US-Außenminister Marco Rubio an der Möglichkeit von Verhandlungen mit Teheran fest. Die USA seien weiterhin zu Gesprächen bereit, diese müssten jedoch „ernsthaft“ sein, sagte Rubio am Montag vor Journalisten. „Wir werden weiter reagieren. Wenn sich die Tür zur Diplomatie öffnet – wenn diejenigen, die etwas Konstruktives für den Iran erreichen wollen, sich durchsetzen oder die Verhandlungen übernehmen –, wäre das eine sehr positive Entwicklung“, sagte Rubio. „Leider sind wir heute Abend noch nicht so weit.“ US-Militär beendet neunte Angriffswelle gegen Ziele im IranDas US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit. Das Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge. Im Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge ist der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder eskaliert.Bahrain, Jordanien und Kuwait aktivieren erneut LuftabwehrMehrere mit den USA verbündete Staaten haben im Zuge der neuen Angriffswelle gegen den Iran erneut ihre Luftabwehr gegen herannahende iranische Drohnen und Raketen aktiviert. Bahrain, Jordanien und Kuwait reagierten damit auf mögliche Gegenangriffe aus dem Iran. Die US-Botschaft in Bahrain warnte am frühen Montagmorgen, der Iran könne versuchen, „nicht näher bezeichnete Orte im Zentrum von Manama“ anzugreifen. Weitere Angaben machte die Botschaft zunächst nicht.Israel warnte zudem erstmals seit Wochen, dass Raketen, die in Richtung des benachbarten Jordanien abgefeuert würden, auf israelisches Gebiet übergreifen könnten.Trump: Haben Iran wieder hart getroffenUS-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele im Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump weiter. Der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. „Militärisch haben sie fast alles verloren“, behauptete er. „Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.“ Zudem kontrollierten die USA die Straße von Hormus, behauptete Trump weiter. „Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert“, so der Präsident. Der Iran stellt den Sachverhalt indes anders dar. Teheran pocht darauf, dass das Mitte Juni vereinbarte Rahmenabkommen besage, dass die alleinige Verantwortung für die Verwaltung der wichtigen Meerenge dem Iran obliege.Iran: Zwei Öltanker in der Straße von Hormus angeblich gesprengtNach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garden keine Angaben.Nahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und dem Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert.An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit. Berichte über neue Explosionen im IranNach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.Britisches Militär: Schiff in der Straße von Hormus in BrandEin Schiff ist in der Straße von Hormus nahe der Küste Omans in Brand geraten. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) gab in der Nacht zum Montag eine Warnung zu dem Brand heraus und erklärte, es sei unklar, wodurch das Feuer ausgelöst worden sei. Das US-Militär hatte Schiffe dazu aufgerufen, auf einer Route nahe der omanischen Küste durch die Straße von Hormus zu fahren. Der Iran reagierte darauf mit Angriffen auf diese Schiffe und beansprucht die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge.Bahrain: US-Botschaft warnt vor Iran-Angriffen in ManamaDie US-Botschaft in Bahrain warnt vor möglichen Angriffen des Iran in der Hauptstadt Manama. Es lägen Informationen vor, wonach der Iran nicht näher bezeichnete Ziele im Zentrum der Stadt ins Visier nehmen könnte, teilt die Vertretung mit. Die Botschaft mahnte US-Bürger zur Wachsamkeit.Neunte Nacht in Folge: US-Angriffe gegen Iran gehen weiterDas US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die der Iran für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus einsetze.Kuwait wieder unter Beschuss – Alarm in BahrainDer Golfstaat Kuwait sieht sich im Zuge des eskalierenden Kriegs zwischen den USA und dem Iran weiter unter Beschuss. Die Luftverteidigung wehre „feindliche Drohnen“ aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Nähere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab. Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärbasen in der Region durchführt. Die USA verlegen angesichts der jüngsten Eskalation US-Medienberichten zufolge weitere Kampfjets sowie Tankflugzeuge in den Nahen Osten. Der Krieg eskaliert seit Anfang des Monats wieder. Auslöser ist der Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Straße von Hormus.US-Soldat stirbt im Irak bei Sprengung von iranischem Drohnen-BlindgängerDas US-Militär hat den Tod eines weiteren Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Dieser sei am Samstag im Irak bei der „kontrollierten Sprengung“ einer abgestürzten iranischen Drohne getötet worden, teilte das Militär am Sonntag mit. Damit steigt die Zahl der im Konflikt mit dem Iran getöteten US-Soldaten auf 17. Mehr als 430 amerikanische Soldaten wurden verletzt.Die Mitteilung erfolgte nur einen Tag, nachdem das US-Militär den Tod von zwei weiteren Soldaten nach einem iranischen Angriff auf einen Militärstützpunkt in Jordanien bekannt gegeben hatte.Kuwait: Iran greift Strom- und Entsalzungsanlage anKuwait verurteilt einen nach seiner Darstellung iranischen Angriff auf eine Anlage zur Stromerzeugung und Wasserentsalzung. Das Außenministerium bezeichnet den Vorfall als direkten Schlag gegen lebenswichtige zivile Infrastruktur. Wiederholte Angriffe auf zivile Einrichtungen stellten eine gefährliche Eskalation dar und verstießen gegen das Völkerrecht, die UN-Charta sowie die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats. Der Iran trage die volle rechtliche und moralische Verantwortung für das Vorgehen und dessen Folgen, teilt das Ministerium weiter mit.Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharfDemokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten ihres Landes scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump im Iran geübt. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte“, betonte er und verwies dann auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, „wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt“.Irakischer Ministerpräsident reist nach TeheranDer irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi reist einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche nach Teheran. Bei dem Besuch im Iran sollen Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit unterzeichnet werden, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur meldet.Medien: USA verlegen weitere Kampfjets nach NahostDie USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region.Auch die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden. Jordanien meldet Abschuss von iranischen RaketenDie jordanischen Streitkräfte haben staatlichen Angaben zufolge drei iranische Raketen abgefangen, die auf das Königreich abgefeuert worden seien. Eine vierte Rakete sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Jordaniens. Es gebe weder Opfer noch Sachschäden, wird ein Militärvertreter zitiert. Das israelische Militär teilte zuvor mit, dass es vom Iran aus gestartete Raketen mit Kurs auf die jordanische Hafenstadt Akaba ausgemacht habe. Es warnte vor möglichen Auswirkungen auf israelisches Gebiet, das an Akaba grenzt.Emirate warnen Iran vor Angriffen auf zivile ZieleDie Vereinigten Arabischen Emirate haben den Iran vor Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Region gewarnt. Die Emirate sind eines der letzten Länder der Region, die seit der jüngsten Eskalation zwischen Teheran und Washington noch nicht zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden sind. Das Außenministerium in der Hauptstadt Abu Dhabi erklärte, Angriffe auf zivile Ziele seien völkerrechtswidrig und unter keinen Umständen zu rechtfertigen.Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahestehen soll, hatte am Samstag eine Warnung veröffentlicht, die sich gegen die Emirate richtete. Wenn die Angriffe auf iranische Infrastruktur fortgesetzt würden, habe dies zur Folge, dass die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai sowie die Häfen von Fudschaira und Dschebel Ali unverzüglich evakuiert werden müssten, zitierte Fars einen iranischen Behördenvertreter, der nicht identifiziert wurde.Irans Außenminister spricht über SicherheitslückenIrans Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den USA und Israel gesprochen. Im Gespräch mit dem konservativen und regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge online ist.Araghtschi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig tagten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgten. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Morgens noch habe Araghtschi dessen Stabschef getroffen, um Chamenei über den Stand der Verhandlungen mit den USA zu informieren.„Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren“, sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. „Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht“. Araghtschi sagte, die Sicherheitslücke beschränke sich nicht nur auf Infiltration. „Manchmal betrifft sie auch die Beeinflussung der Ausrichtung von Entscheidungsprozessen“, fügte er hinzu und betonte: „Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.“Iran meldet Angriff auf unfertiges AtomkraftwerkDer Iran hat einen Angriff auf ein im Bau befindliches Atomkraftwerk gemeldet. Die iranische Atomenergiebehörde verurteilte den Angriff im Südwesten Irans, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Demnach griffen die USA mit mehreren Geschossen an.Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, der Bau befinde sich in einem sehr frühen Stadium. Beim letzten IAEA-Besuch habe sich dort kein nukleares Material befunden, teilte sie auf der Plattform X mit. Auch wenn in diesem Fall kein radiologisches Risiko durch den Angriff vermutet werde, rufe IAEA-Chef Rafal Grossi erneut zu militärischer Zurückhaltung im Umfeld von Atomeinrichtungen auf.Israel verhängt Sperrzone vor geplantem Marsch für neue Gaza-SiedlungenDie israelische Armee hat ein Gebiet rund um den Gazastreifen zu einer militärischen Sperrzone erklärt, um einen geplanten Marsch von rechtsextremen und rechten Ministern, Abgeordneten und deren Anhängern in das Palästinensergebiet zu verhindern. Nach Informationen der The Times of Israel wollten acht Minister und Ministerinnen an dem Marsch teilnehmen, darunter Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich. Smotrich hatte im März erklärt, die Vorbereitungen für drei israelische Siedlungen im Gazastreifen seien abgeschlossen.Die Sperrzone gilt bis Montag, 8.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr MESZ). Der Beginn des „Marschs der Tausenden“ war nach Informationen des Senders Channel 12 für Sonntag, 17.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ), vorgesehen. Die Siedlerorganisation Nachala stellte den Marsch unter das Motto „Nach 21 Jahren nach Hause zurückkehren“. Israel hatte 2005 im Zuge des Abkopplungsplans alle 21 Siedlungen im Gazastreifen geräumt und rund 9.000 Siedler evakuiert. Nach unterschiedlichen israelischen Angaben kontrolliert die Armee derzeit 65 bis 70 Prozent des Gazastreifens mit rund zwei Millionen Einwohnern. HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. 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