Sie sind schwarz- bis apricotfarben, groß und schlank oder klein und teddyartig: Der Pudel ist zurück – und das hat gute Gründe.

Diese Mähne, dieser Blick

Natallia Yaumenenka/Zoonar/imago

Es tut sich etwas im Straßenbild der betuchten Gegenden von Wien und Berlin. Da sind seit Neuestem weniger Dackel und Windhunde zu sehen, dafür immer mehr Pudel. Nicht aus dem Kopf gehen mir die beiden großen Pudeldamen, die ich neben ihrem Herrchen durch das Wiener Karmeliterviertel stolzieren sah. Sie waren strahlend weiß und trugen den pompösesten aller Pudelhaarschnitte: die sogenannte Löwenschur, mit voluminöser Mähne, dazu kurzgeschorene Beine und extravagante Pompons an Knöcheln und Schwanz.

In Berlin begegnen mir neuerdings karamellfarbene bis schokobraune Klein-, Zwerg- oder Toypudel, die mit ihrem teddyhaften Aussehen offenbar weniger Eleganz, dafür ganz viel Cuteness ausstrahlen sollen. Und vorgestern erst, da tänzelte mir in Prenzlauer Berg ein apricotfarbener Pudel entgegen, dem seine Besitzerin sowohl die Schlappohren als auch die Schwanzspitze in Neonpink gefärbt hatte.