Für den zweimaligen Gesamtsieger Jonas Vingegaard ist die Tour de France nach einem Sturz beendet. Der bisherige Gesamtzweite kam 22 Kilometer vor dem Ziel der 15. Etappe in einem Kreisverkehr zu Fall. Bandagiert am rechten Arm und an der Schulter stieg der Däne in einen Rettungswagen.Vingegaard lag in der Gesamtwertung 4:30 Minuten hinter dem überlegenen Spitzenreiter Tadej Pogacar und war damit weiter auf Kurs Richtung Podium in Paris. Der Kapitän des Visma-Teams hatte 2022 und 2023 die Frankreich-Rundfahrt gewonnen. In den vergangenen beiden Jahren belegte er den zweiten Gesamtrang.Der Sturz ereignete sich auf dem Weg zum Schlussanstieg zum Plateau de Solaison. Neben Vingegaard kam auch Pogacars Teamkollege Felix Großschartner zu Fall. Der Österreicher konnte aber weiterfahren. Deutschlands Hoffnungsträger Florian Lipowitz war nicht betroffen.Damit war Vingegaard mal wieder im Sturzpech. Erst 2024 war er bei der Baskenland-Rundfahrt schwer gestürzt und kurz vor dem Start der Tour wieder fit geworden. Im vergangenen Jahr kam er beim Traditionsrennen Paris-Nizza zu Fall und musste aufgeben.Am ersten Ruhetag hatte Vingegaard noch über Rücktrittsgedanken im vergangenen Jahr gesprochen. „Ich habe letztes Jahr gesagt: Wenn es so weitergehen soll, dann kann ich das nicht mehr machen. Deshalb haben wir auch einige Dinge geändert“, sagte der 29-Jährige dem dänischen TV-Sender TV2. „Ich glaube, auch das Team hat erkannt, wie die Lage war. Sie haben mir angemerkt, dass ich im letzten Jahr nicht glücklich war.“Bei der Tour wollte er Pogacar den Sieg streitig machen, zumal er in starker Verfassung an den Start gegangen war. In diesem Jahr hatte er bereits den Giro d'Italia gewonnen. Damit ist er Vingegaard der achte Fahrer in der Radsport-Historie, der alle drei Grand Tours (Tour, Giro, Vuelta) gewinnen konnte – ein Kunststück, das seinem Rivalen Pogacar noch fehlt.In Kürze mehr auf SZ.de